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Wegen Kritik aus der Bevölkerung

Yokohama zieht Bewerbung für Casino-Resort zurück

MA: Wegen Kritik an den Plänen für ein Casino-Resort hat der neue Bürgermeister von Yokohama die Bewerbung zurückgezogen.

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Viele Einwohner hatten befürchtet, dass so die Spielsucht und Gewalt in der japanischen Stadt zunehmen würden.

Neuer Bürgermeister von Yokohama will die Bewerbung sofort einstellen

Takeharu Yamanaka, der im vergangenen Monat gewählt worden war, erklärte in seiner ersten politischen Rede vor einer Stadtversammlung, dass die Stadt das laufende Bewerbungsverfahren für das sogenannte integrierte Resort, das Casinos, Hotels und Einkaufsmöglichkeiten umfasst, sofort einstellen werde.

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Die Ankündigung des Bürgermeisters der nach Tokyo zweitbevölkerungsreichsten Stadt Japans erfolgte zu einem Zeitpunkt, zu dem das Projekt für Casino-Restorts des Landes aufgrund des Rückzugs wichtiger ausländischer Betreiber infolge der Coronavirus-Pandemie zum Stillstand gekommen ist.

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Die japanische Regierung plant, zwischen Oktober und April nächsten Jahres bis zu drei Standorte für die integrierten Resorts auszuwählen, die das Parlament 2018 verabschiedet hat, um das Glücksspiel in Japan zu legalisieren.

Die ehemalige Bürgermeisterin von Yokohama, Fumiko Hayashi, erklärte im August 2019 ihre Absicht, in den späten 2020er-Jahren ein Casino-Resort in der Hauptstadt der Präfektur Kanagawa zu eröffnen. Angesichts des öffentlichen Widerstands gegen das Projekt scheiterte sie jedoch bei den Bürgermeisterwahlen am 22. August.

Bei den Bürgermeisterwahlen besiegte Yamanaka auch einen von Premierminister Yoshihide Suga unterstützten Kandidaten und versetzte seiner Regierung damit einen schweren Schlag.

Suga trieb das Casino-Resort-Projekt voran

Der Premierminister, der aus einem Wahlkreis in Yokohama ins Repräsentantenhaus gewählt wurde, hatte Ende September seinen Rücktritt angeboten, nachdem die Kritik am Umgang seiner Regierung mit der Pandemie immer lauter geworden war.

Suga hat das Casinoprojekt vorangetrieben, seit er unter seinem Vorgänger Shinzo Abe Kabinettschef war.

Bislang haben die Stadt Osaka und die Präfektur Osaka, die Präfektur Wakayama und die Präfektur Nagasaki ihre Absicht erklärt, sich um das Projekt zu bewerben und sich mit Betreibern aus den Vereinigten Staaten, Kanada bzw. Österreich zusammenzutun.

Chiba hatte seine Bewerbung bereits im Januar 2020 zurückgezogen.

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