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Ablehnung wird größer

Zustimmung für Japans Premierminister weiter gesunken

Seit einigen Wochen sinkt die Zustimmung für Japans Premierminister in der Bevölkerung. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Unzufriedenheit weiter zunimmt.

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Laut der Umfrage ist die Zustimmung für Yoshihide Suga mittlerweile von 56 Prozent auf 39 Prozent gesunken, da die Kritik an dem Umgang mit der Reisesubventionskampagne weiter anhält.

Premierminister reagiert zu spät

56 Prozent der Befragten gaben an, dass sie den Umgang der japanischen Regierung mit der neuen Coronavirus-Pandemie nicht gutheißen. Dies ist ein deutlicher Anstieg von 40 Prozent in der November-Umfrage.

70 Prozent der Befragten sagten, dass Suga während der Pandemie keine Führungsqualitäten zeigt, 19 Prozent gaben an, dass Suga Führungsstärke fehlt.

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Nur 33 Prozent billigen die Art und Weise, wie die Regierung auf die Pandemie reagiert.

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Suga wird dafür kritisiert, dass er trotz des Anstiegs der Neuinfektionen im ganzen Land die Reisesubventionskampagne zur Förderung des Tourismus fortgesetzt hat.

Am 14. Dezember gab der Premierminister schließlich bekannt, dass das Programm landesweit vom 28. Dezember bis 11. Januar ausgesetzt wird.

78 Prozent der Befragten stimmten der Entscheidung zu, die Kampagne während des Jahresendes und des Neujahrsfestes auszusetzen. 15 Prozent finden diese Maßnahme übertrieben.

Allerdings sagten 84 Prozent derjenigen, die mit der Aussetzung einverstanden sind, dass die Entscheidung zu spät kam.

Dinner-Party wird kritisiert

Suga ist auch in die Kritik geraten, weil er an einer Dinner-Party mit mehr als fünf Personen teilgenommen hat, ein offensichtlicher Verstoß gegen die von einem staatlichen Gesundheitsgremium empfohlenen Einschränkungen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Sechsundsechzig Prozent der Befragten sagten, die Dinner-Party sei problematisch, 28 Prozent gaben an, dass sie darin kein Problem sehen.

Unter den Wählern der regierenden Liberaldemokratischen Partei sagten 57 Prozent, Sugas Abendessen sei problematisch gewesen.

Olympische Spiele sollten lieber nicht stattfinden

Die jüngste Ausbreitung der Infektionen hat offenbar die Begeisterung für die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo und die Paralympics weiter gedämpft, die wegen der Pandemie bereits verschoben wurden

30 Prozent der Befragten sagten, dass die Spiele in Tokyo im Sommer 2021 stattfinden sollten, ein deutlicher Rückgang gegenüber 41 Prozent im Oktober.

33 Prozent sagten, die Spiele sollten erneut verschoben werden, ein Sprung von 26 Prozent und 32 Prozent sagten, die Veranstaltung sollte abgesagt werden, ein Anstieg von 28 Prozent.

Zustimmung insgesamt gesunken

Insgesamt sprachen sich 43 Prozent der männlichen Befragten für das Kabinett Suga aus, 38 Prozent dagegen. Bei den weiblichen Befragten stimmten 36 Prozent dem Kabinett zu und 33 Prozent lehnen es ab. Die Zustimmungswerte für die Regierung lagen in jeder Altersgruppe unter 50 Prozent.

Der Prozentsatz der 50-Jährigen und Älteren, die das Kabinett ablehnten, übertraf die Befürworter deutlich.

Unter den LDP-Wählern lag die Zustimmung zum Kabinett bei 67 Prozent, ein Rückgang von 83 Prozent bei der Umfrage im November.

Die Zustimmungsrate sank von 39 Prozent im November auf nur noch 22 Prozent bei den Nichtwählern.

Die öffentliche Unterstützung für die LDP lag bei 38 Prozent, verglichen mit 39 Prozent in der vorherigen Umfrage.

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