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Ablehnung erstmals auf über 50 Prozent

Zustimmung für das japanische Kabinett auf dem niedrigsten Wert seit Oktober vergangenen Jahres

Die Zustimmung für das japanische Kabinett ist laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Kyodo News mittlerweile auf 33,1 Prozent gefallen. Das ist der niedrigste Wert seit dem Amtsantritt des japanischen Premierministers Fumio Kishida.

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Im Oktober lag die Rate noch bei 37,6 Prozent, die Ablehnung ist mittlerweile auf 51,6 Prozent gestiegen, zum ersten Mal über 50 Prozent seit Kishidas Amtsantritt im Oktober 2021.

Entlassung von drei Kabinettsmitgliedern kam für viele Menschen zu spät

Der Rückgang der Zustimmung für das japanische Kabinett liegt insbesondere daran, dass viele Menschen die Entlassung von drei Ministern für zu spät halten.

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Ende Oktober musste Daishiro Yamigiawa als Minister für wirtschaftliche Wiederbelebung seinen Hut nehmen, da er in Bezug auf seine Verbindung zur Vereinigungskirche mehrfach gelogen hatten.

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Nur wenige Tage später folgte Justizminister Yasuhiro Handashi, da er sich mehrfach unpassend zur Todesstrafe geäußert hatte. Und am 21. November wurde Minori Terada, Minister für innere Angelegenheiten und Kommunikation entlassen, da er gegen das japanische Wahlgesetz verstoßen hatte.

Jedes Mal hatte der japanische Premierminister im Vorfeld gesagt, dass er die Minister unterstützt und wenige Stunden danach seine Meinung geändert.

Auch die Art und Weise, wie Kishida mit den Verbindungen zwischen der LDP und der Vereinigungskirche umgeht, steht bereits seit langer Zeit in der Kritik. Insbesondere, weil er einen Schlingerkurs fährt und seine Meinung nach Umfragewerten ändert.

Hoffen auf einen Rücktritt des Premierministers

Mittlerweile hoffen auch immer mehr Menschen in Japan, dass der japanische Premierminister zurücktreten wird, wie eine Umfrage der Tageszeitung Manichi Shimbun zeigt. Selbst unter den Befragten, die traditionell die LDP wählen, steigt diese Hoffnung an.

Trotz sinkender Umfragewerte sitzt Kishida allerdings fest im Sattel und ein Rücktritt ist unwahrscheinlich, da es in der LDP geeignete Kandidaten für die Postion des Premierministers fehlt. Auch die Opposition will Neuwahlen im Moment vermeiden, da man sich nicht gut aufgestellt sieht.

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