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Polizei ermittelt gegen mutmaßlichen nordkoreanischen Spion

Nordkorea ist wohl das isolierteste Land der Welt. Während die Bevölkerung kaum etwas von den Geschehnissen in anderen Nationen mitbekommt, ist die Regierung relativ gut informiert. Das liegt unter anderem an Spionen in den unterschiedlichsten Ländern. Die japanische Polizei glaubt, einen Spion in Japan gefunden zu haben und ermittelt aktuell gegen ihn.

Bereits Anfang des Jahres reichte die Polizei Papiere zu dem koreanischen Staatsbürger bei der Staatsanwaltschaft ein. Der 65-jährige Mann lebt in der Präfektur Saitama und ist wohl eine wichtige Schlüsselfigur für die nordkoreanischen Spionageaktivitäten. Zu der Annahme kamen die Beamten nach der Untersuchung von beschlagnahmten Dokumenten und Telefonaufnahmen.

Aus ihnen geht hervor, dass der Mann Kontakt zu Kim Jong-ils ehemaligem Sushi-Koch hat. Kenji Fujimoto ist geborener Japaner und arbeitete zwischen 1989 und 2001 für den verstorbenen Machthaber Nordkoreas. Anschließend verließ er Pjöngjang und lebt nun in Japan. Fujimoto gab in seinem Buch an, dass ihn 2012 ein Mann aufsuchte mit einer Nachricht von Kim Jong Un. Der aktuelle Machthaber bat ihn, Nordkorea wieder zu besuchen, was er tat.

Die Polizei suchte den Koreaner wegen Betrugs

Die Polizei vermutet, dass der Überbringer der Nachricht der verdächtige Koreaner ist. Aufmerksamkeit erregte der Verdächtige allerdings nicht nur durch seine Beziehung zum Koch, sondern durch einen Vorfall am Narita Airport. Im November 2016 kaufte er zahlreiche Kosmetika in einem Duty-Free-Geschäft am Flughafen. Er verwendete dabei die Kreditkarte eines Japaners, die er sich wohl erschwindelte. Die Polizei ermittelte deswegen wegen Betrugs gegen ihn und stieß dabei auf seine Verbindungen.

Der Koreaner muss sich vermutlich wegen Betrugs verantworten. Zusätzlich untersucht die Polizei, ob es Fehlverhalten bei den japanischen Zollbehörden gab. Die Präfektur Saitama prüft zusätzlich einen Verstoß gegen das Devisen- und Außenhandelsgesetz. Sollte sich der Verdacht der Spionage und des illegalen Handels bestätigen, könnte das die Beziehung zwischen Japan und Nordkorea verschlechtern. Die beiden Länder versuchen seit einer Weile sich anzunähern. Der Norden hofft, dabei Unterstützung von Japan zu bekommen. Tokyo will diese jedoch nur zusichern, wenn sich das Entführungsproblem aufklärt und das Land komplett abrüstet.

Quelle: Kyodo News

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