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HomeNachrichten aus JapanPolizei in Japan befürchtet Radikalisierung von QAnon-Anhänger im Land

Verschwörungstheoretiker arbeiten an eigener Siedlung

Polizei in Japan befürchtet Radikalisierung von QAnon-Anhänger im Land

Japans Polizei befürchtet, dass sich die QAnon-Anhänger im Land, speziell die Gruppe YamatoQ, immer mehr radikalisieren. Mittlerweile verfolge die Gruppe auch den Plan, eine Gemeinschaft mit dem Namen „Eden“ auf dem Land zu gründen.

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YamatoQ ist bereits seit längerer Zeit in Japan aktiv und verbreitet doch bekannte Verschwörungstheorien. Mit der Polizei ist die Gruppe in Berührung gekommen, als sie mehrfach in Impfstellen gestürmt sind, da dort, ihrer Meinung nach, illegale Substanzen in die Körper der Menschen gespritzt werden.

Polizei versucht YamatoQ besser zu verstehen

Die Polizei in Tokyo nahm daraufhin mehrere Mitglieder der Gruppe fest, darunter auch den selbst ernannten Anführer. Nach der Verhaftung demonstrierten einige von YamantoQ vor einer Polizeistation und skandierten dabei Sprüche wie „Polizisten sind aus Gummi. Wir können sie mit Kiefernharz loswerden.“

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Die Gesetzeshüter versuchen mittlerweile, die Aktivitäten der QAnon-Anhänger besser zu verstehen, da es nicht unwahrscheinlich ist, dass sie zu immer extremeren Methoden greift.

Mittlerweile hat ein ehemaliger Schauspieler mit anderen Mitgliedern innerhalb von YamatoQ eine Gruppe gegründet, die sich „Durchsetzungs- und Kontrollabteilung“ nennt und Entscheidungen über die Aktivitäten der QAnon-Verschwörer getroffen.

QAnon-Anhänger in Japan arbeiten an eigener Siedlung

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Mittlerweile plant diese Zweiggruppe Kundgebungen und Anti-Impfstoff-Demonstrationen, außerdem widmet sie sich einem sogenannten „Entwicklungs-Projekt“.

Das Projekt sieht vor, Mitglieder von YamatoQ in ein abgelegenes Gebiet auf dem Land umzusiedeln und dort eine Siedlung namens „Eden“ zu errichten. Von dort aus soll dann die Botschaft der Gruppe verbreitet werden.

Die Gruppe nimmt Beiträge von ihren Mitgliedern und bezahlt von diesem Geld Anti-Impf-Kundgebungen und das Ansiedlungsprojekt. Laut der Polizei soll sie bereits Spenden in Höhe von mehreren zehn Millionen Yen erhalten haben.

Um neue Mitglieder zu rekrutieren und sich auszutauschen, nutzt YamatoQ das Internet. Die Polizei hat den Verlauf dieser Kommunikation anhand von Aussagen der verhafteten Mitglieder analysiert und ist zum Schluss gekommen, dass der ehemalige Schauspieler und ein weiterer Mann die Anführer der Gruppe sind.

Wie viele Mitglieder die Gruppe hat, ist nicht bekannt, die Polizei geht aber davon aus, dass etwa 6.000 Menschen an einer Kundgebung im Januar teilgenommen haben.

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