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Polizei in Tokyo kämpft mit der Nachfrage nach Fremdsprachendiensten

Große Nachfrage nach Fremdsprachen durch mehr Touristen

Die Polizei in Tokyo hat mit einer wachsenden Nachfrage nach Fremdsprachendiensten zu kämpfen, da immer mehr ausländische Touristen nach Japan kommen.

Die meisten Polizisten können Probleme von ausländischen Menschen nicht bearbeiten, da sie dafür auf die Hilfe des Dolmetscherzentrums der Polizei angewiesen sind. Damit verzögert sich die Bearbeitung von Problemen allerdings.

Immer mehr Fälle für Polizeidolmetscher

Das Zentrum verzeichnete einen stetigen Anstieg der Fälle, in denen Dolmetscherdienste benötigt wurden. Im vergangenen Jahr waren es etwa 45.000, rund 60 Prozent mehr als 2013.

Von den insgesamt 22.000 Fällen im vergangenen Jahr waren Dolmetscher am Telefon erforderlich, um die Polizei bei der Kommunikation zu unterstützen. In vielen Fällen haben Reisende ihren Reisepass verloren oder stellten fest, dass sie die Türen zu ihren privaten Unterkünften in Minpaku (Ferienwohnung) nicht öffnen konnten.

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Das Dolmetscherzentrum hat 60 Polizeidolmetscher und 200 zivile Dolmetscher als Unterstützung. Die Mitarbeiter dolmetschen allerdings nicht nur telefonisch, sondern nehmen auch an Verhören und Zeugenaussagen teil, an denen ausländische Staatsbürger beteiligt sind.

„Es ist wichtig, die Intensität der Befragung zu vermitteln“, so Daisuke Hashimoto, ein Dolmetscher der Polizei. „Sie müssen selbst den kleinsten Versprecher in die Hand nehmen und alles genau übersetzen.“

Polizei in Tokyo sieht sich mehr Probleme von Touristen gegenüber

Neben der Zunahme der Fälle, bei denen ein Dolmetscher benötigt wird, sieht die Polizei auch eine größere Nachfrage nach Sprachen. Mehr Touristen aus anderen Ländern bedeutet, dass Sprachen, die bisher nicht nötig waren, immer wichtiger werden.

Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, sucht die Polizei in Tokyo nach zusätzlichen zivilen Dolmetschern sowie nach Sprachkursen für Beamte, die in Polizeikästen stationiert sind.

Die Polizei plant außerdem in diesem Sommer eine Übersetzungs-App einzuführen. Der Service wird eine Audioübersetzung für Englisch, Chinesisch und sechs weiter Sprachen beinhalten und Textübersetzungen für ungefähr 30 Sprachen beinhalten.

„Wenn Polizeibeamte vor Ort in der Lage sind, Probleme von ausländischen Menschen mithilfe dieser App zu verstehen und selbst bearbeiten können, können sich die Mitarbeiter des Zentrums auf das Dolmetschen in Verhören konzentrieren“, so Kenichiro Kinoshita, ein Mitarbeiter des Dolmetscherzentrums.

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