Stats

Anzeige
Home News Polizei in Tokyo nimmt Autofahrer, die nicht an Zebrastreifen halten, ins Visier

Polizei in Tokyo nimmt Autofahrer, die nicht an Zebrastreifen halten, ins Visier

Polizei will Zebrastreifen in Japan sicherer machen

Um die Straßen in Tokyo sicherer für Touristen aus dem Ausland zu machen, geht die Polizei verstärkt gegen Autofahrer vor, die nicht an Zebrastreifen halten.

„Wir möchten sicherstellen, dass ausländische Touristen nicht in Verkehrsunfälle verwickelt werden“, so ein Beamter der Polizei in Tokyo.

Zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokyo werden mehr Touristen als üblich erwartet. Da ist es besonders wichtig, dass Autofahrer sich an diese übliche Regel halten, die zum Beispiel in den USA oder in europäischen Ländern normal ist.

Nur wenige Autofahrer halten an Zebrastreifen

In Japan halten aber nur wenige Autofahrer an Zebrastreifen ohne Ampeln, auch wenn ein Fußgänger wartet. Zwar schreibt die japanische Straßenverkehrsordnung das Anhalten vor, aber das wird oft ignoriert.

Bei einem Verstoß droht eine Geldstrafe zwischen 6.000 und 12.000 Yen. Kommt es zu einem Unfall, wird der Autofahrer angeklagt und bekommt entweder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten oder eine Geldstrafe bis zu 50.000 Yen.

Mehr zum Thema: 
Video aus Tochigi wirbt für mehr Beachtung von Zebrastreifen

Viele Fußgänger kennen es in Tokyo allerdings, dass, selbst wenn sie bereits die Straße überqueren, Autos an ihnen vorbeifahren. Zuletzt im Stadtteil Kamata, wo viele Menschen einen Zebrastreifen benutzten und ein Auto, nicht mal einen Meter entfernt, an ihnen vorbeifuhr.

Die Polizei stellte eine Anzeige und fragte den Mann, wieso er das gemacht hatte. Als Antwort sagte der Fahrer: „Ich hatte es eilig.“

Bei einem anderen Fall fuhr ein Taxifahrer mitten durch eine Menschenmenge, die gerade den Zebrastreifen überquerte. Als Ausrede sagte der Fahrer: „Ich dachte, die Menschen würden für mich anhalten.“

Zahl der Menschen, die auf Zebrastreifen angefahren werden, ist hoch

Obwohl die Gesamtzahl der Verkehrsverstöße rückläufig ist, ist die Zahl der Menschen, die beim Überqueren eines Zebrastreifens überfahren werden nach Angaben der japanischen Polizeibehörde hoch.

2018 wurden 90 Menschen getötet, 13 mehr als 2017. 80 Prozent der Opfer waren 65 Jahre oder älter. Die Zahl der Verletzten im Jahr 2018 betrug 4.415.

Eine von der Japan Automobile Federation im Jahr 2018 durchgeführte Studie ergab, dass nur 8,6 Prozent der befragten Autofahrer anhalten, wenn Fußgänger auf Zebrastreifen warteten. Die Studie umfasste 11.000 Autos an 94 solchen Zebrastreifen.

Experten schlagen daher vor, solche Zebrastreifen leicht anzuheben und ein Schild anzubringen, das die Autofahrer vor dieser Anhebung warnt, damit sie langsam fahren.

Quelle: AS

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück