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Katz-und-Maus-Spiel geht in eine neue Runde

Polizei kämpft gegen die Ausbreitung von flüssigem Marihuana in Japan

Die Polizei in Japan hat ihre Methoden zur Identifizierung von Drogen überarbeitet, um besser gegen flüssiges Marihuana vorgehen zu können.

Experten warnen allerdings davor, dass das System es Drogenherstellern immer noch ermöglicht, dem Gesetz einen Schritt voraus zu sein.

Gebrauch von flüssigem Marihuana nimmt in Japan zu

Da sich der Gebrauch von flüssigem Marihuana in Japan ausbreitet, war die Überarbeitung der Identifizierungsmethoden notwendig geworden.

Die frühere Methode zur Identifizierung von Marihuana beruhte auf der Untersuchung von Proben unter einem Mikroskop und der Bestätigung des Vorhandenseins von Borsten oder feinen Haaren, die charakteristisch für die Cannabispflanze sind.

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Diese Borsten sind im flüssigen Marihuana oft nicht enthalten und einige Verdächtige entgingen der Strafverfolgung aufgrund dieses Schlupflochs.

Da auch der Verbrauch von Wachsmarihuana deutlich zunimmt, waren die Schritte notwendig.

Sowohl flüssiges Marihuana als auch Wachsmarihuana enthalten konzentrierte Formen von Tetrahydrocannabinol (THC), einem Halluzinogen, und haben eine stärkere Wirkung als die getrocknete Form.

Marihuana wird oft als „Einstiegsdroge“ bezeichnet, weil es sehr häufig das erste Betäubungsmittel ist, mit denen Menschen in Berührung kommen. Daher befürchtet die Polizei und auch Drogenexperten, dass die „Einstiegsdroge“ dazu führt, dass Menschen schnell zu etwas Stärkerem greifen.

Zahlen des Zoll- und Zolltarifbüros des Finanzministeriums zeigen, dass im Jahr 2019 in 131 Fällen von illegalen Cannabisprodukten in nicht-pflanzlicher Form landesweit an den Zollstellen gefunden wurden, mehr als doppelt so viele wie fünf Jahre zuvor.

Insgesamt verzeichnet die Polizei 2019 einen Rekord an Straften in Verbindung mit der Droge.

Wenn die Polizei Drogenfälle untersucht, testet sie die beschlagnahmten Drogen, um nachzuweisen, dass sie tatsächlich illegal sind.

Bei der Gewinnung von THC für die nicht-pflanzlichen Produkte verschwinden die Borsten jedoch häufig. Das Cannabiskontrollgesetz konnte auf solche Produkte nach der traditionellen Testmethode nicht angewandt werden, weil die Haare nicht gefunden wurden.

Neue Testmethode soll helfen, wurde aber bereits überlistet

Als Reaktion auf die Schwierigkeiten überarbeitete die nationale Polizeibehörde ihre Testmethode für Cannabis und gab im August 2019 eine entsprechende Mitteilung an die Polizeidienststellen in ganz Japan heraus. Die NPA wies sie an, die neue Methode ab dem folgenden Monat anzuwenden.

Die Betäubungsmittelkontrollabteilungen des Gesundheitsministeriums führten die neue Testmethode bereits früher ein.

Das neue Verfahren erkennt ein illegales Cannabisprodukt, wenn es beispielsweise eine bestimmte Konzentration von THC sowie eine charakteristische Komponente enthält.

Es sind jedoch einige Arten von Cannabisprodukten aufgetaucht, die nicht von der neuen Testmethode erfasst werden können.

AS

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