Polizei verhaftet Kimono-Firmenchef, der für Coming-of-Age-Day-Debakel sorgte

Die Coming-of-Age-Zeremonien dieses Jahres am 8. Januar endeten für einige junge Frauen in Tokyo und Yokohama fast in einer Katastrophe. Kurz vor dem wichtigen Ereignis wollten viele ihren bestellten Kimono bei den Filialen der Kette Harenohi abholen. Statt vor der gewünschten Kleidung standen sie jedoch vor verschlossenen Türen. Einige mussten deswegen beschämt ohne traditionellen Kimono an der Feier teilnehmen. Die Polizei von Kanagawa gab jetzt bekannt, dass sie den Firmeninhaber am Samstag festnahmen.

Yoichiro Shinozaki kam am Samstag am Flughafen Narita an, nachdem er sich in den letzten Monaten in den Vereinigten Staaten aufgehalten hatte. Die Polizei verdächtigt ihn, Bankkredite erschwindelt und die Kunden betrogen zu haben. Shinozaki täuschte die Bank 2016 mit einem überhöhten Finanzbericht für das Geschäftsjahr 2015.

Den genauen Schaden gab die Polizei bis jetzt nicht bekannt. Der erschwindelte Betrag liegt allerdings wahrscheinlich bei mehreren Tausend Euro. Die Beamten verhören Shinozaki in den nächsten Tagen und untersuchen weiter die Finanzen der Firma.

Am 26. Januar startete das Yokohama-Bezirksgericht das Insolvenz-Verfahren gegen Harenohi. Bis jetzt schätzt das Gericht die Schulden der Firma auf rund 5.570.801 Euro. Es ist bis jetzt nicht klar, ob die Firma allen Geschädigten ihr Geld zurückzahlte oder ihnen die gewünschten Kimonos lieferte. Shinozaki versprach das zumindest im Januar und entschuldigte sich gleichzeitig für das Debakel. Teilweise bestellten Eltern bis zu zwei Jahre im Voraus für ihre Tochter die Kimonos und zahlten bis zu 5.000 Euro.

Quelle: Mainichi, NHK

2 Kommentare

  1. „Der erschwindelte Betrag liegt allerdings wahrscheinlich bei mehreren Tausend Yen“

    Da liegt bei der Summe aber sicherlich ein (Übersetzungs-)Fehler vor. Das wären ja nur eine handvoll Euro.

    • Das stimmt nicht ganz. Zum Beispiel sind 900.000 Yen in etwa 7.000 Euro, für mich jetzt gerade nicht unbedingt ein paar Euro. Dazu sind es wahrscheinlich mehrere Fälle von Betrug (das vermuten zumindest einige Quellen, offiziell ist bis jetzt jedoch nix) und nicht nur einer, die anderen überprüfen sie ja noch. Ein Fehler ist es also nicht, wobei wahrscheinlich eine Schätzung im Millionen bis Milliarden Bereich weitaus realistischer ist. Von daher hätte es sich wahrscheinlich wirklich besser angehört, wenn ich statt Yen eher Euro geschrieben hätte. In dem Sinne danke für den Hinweis.

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