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HomeNachrichten aus JapanPolizei von Fukuoka nimmt Frau fest, die technische Praktikanten misshandelte

Polizei musste Frau wegen Fehler zweimal festnehmen

Polizei von Fukuoka nimmt Frau fest, die technische Praktikanten misshandelte

In den letzten Jahren wurden mehrere Fälle bekannt, wo technische Praktikanten in Japan misshandelt und ausgenutzt wurden. In Fukuoka wurde am Donnerstag eine Frau mit vietnamesischer Staatsbürgerschaft festgenommen. Sie steht unter dem Verdacht eine Gruppe von technischen Praktikanten aus Vietnam kontrolliert und misshandelt zu haben.

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Die 30 Jahre alte Frau lebt im Hiashi-Bezirk von Fukuoka und arbeitet als Lehrerin an einer Japanisch-Schule. Ebenfalls arbeitete sie als Dolmetscherin und allgemeine Angestellte für eine Überwachungsgruppe für ausländische technische Praktikanten. In der Position soll sie sich mehrmals unangebracht gegenüber den Praktikanten verhalten haben.

Praktikanten wurden ständig kontrolliert

Zwischen Dezember 2017 und November 2018 soll sie die Mobiltelefone von vier Frauen beschlagnahmt haben. Sie drohte ihnen dazu, sie wieder nach Vietnam zu schicken oder von ihnen Geld zu verlangen, wenn sie ihr nicht gehorchen. Unter ihren Anweisungen verbot sie den Praktikanten nach der Arbeit herauszugehen.

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Sie kontrollierte ebenfalls die Nutzung der Mobilen Daten und Sprachanrufe. Die Polizei hat zusätzlich den Verdacht, dass sie von anderen Praktikanten Geräte beschlagnahmte, um sie an einer Flucht zu hindern.

Polizei macht Fehler beim Haftbefehl

Bis jetzt ist nicht bekannt, ob die Frau die Anschuldigungen abstreitet oder gestanden hat. Mit der Festnahme durch die Präfekturpolizei ist sie die erste Person, die unter dem Gesetz zur Ausbildung von technischen Praktikanten wegen verbotenen Verhaltens verhaftet wird. Bei der Festnahme lief allerdings nicht alles ordentlich ab, da der Polizei zuvor ein Fehler unterlief.

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In dem ersten Haftbefehl wurde die Frau illegaler Aktivitäten beschuldigt. Das führte dazu, dass die Beamten sie am Dienstag nach der ersten Festnahme wieder frei lassen musste. Anschließend wurde der Haftbefehl geändert. Hinzugefügt wurde der entsprechende Zeitraum und der neue Gesetzesverstoß sowie die nun vermutlich korrekte Anzahl der Opfer. Wie viele Personen neben den vier Frauen von den Misshandlungen insgesamt betroffen sind, ist zurzeit nicht bekannt.

MS

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