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Polizei von Tokyo durchsucht nach Schießerei Yakuza-Hauptquartier

Normalerweise verhält sich die japanische Mafia, die als Yakuza bekannt ist, eher ruhig. Vor allem da ihr Wirkungskreis seit Jahren immer kleiner wird. Umso überraschender ist es, dass eine Gruppe in Tokyo möglicherweise in einen Mord vor einigen Tagen verwickelt ist. Aufgrund des Verdachts ließ die Polizei ihr Hauptquartier genauestens durchsuchen.

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Am Mittwoch durchsuchten mehrere Polizisten das Hauptquartier der Gruppe Sumiyoshikai in Tokyo. Das Syndikat steht nach bisherigen Ermittlungen in Verbindung mit dem 56-jährigen Masaru Abe. Er schoss am 21. Januar im Kabukicho-Viertel der Stadt dreimal auf den 65-jährigen Lee Hung Jong in einer Karaokebar. Das Opfer gehörte vor 20 Jahren zu einer Gruppe, die zu den Sumiyoshikai gehörte, und war damit ein Ex-Yakuza. Eintreffende Sanitäter konnten bei ihm nur noch den Tod feststellen.

In dem Hauptquartier suchten die Beamten nach Hinweisen auf Abe, der wegen Mordes und illegalen Waffenbesitzes gesucht wird. Zeugen berichteten kurz nach dem Vorfall, dass Abe von dem Tatort mit einem Motorrad flüchtete und anschließend in einem Lieferwagen nach Saitama fuhr. Seitdem ist er unauffindbar und die Polizei sucht fieberhaft nach ihm. Sein Motiv für die Tat ist nicht klar.

Ebenfalls ist nicht bekannt, was er für eine Verbindung zu Jong hat. Da Abe allerdings auf ihn aus nächster Nähe in dem Karaokezimmer schoss, kann es gut sein, dass sich die beiden auf irgendeine Art kennen. Die Polizei geht deswegen aus, dass Abe das Opfer kennenlernte, als er noch zu den Sumiyoshikai gehörte. Das konnten die Ermittler trotz der Hausdurchsuchung jedoch noch nicht eindeutig bestätigen.

Quelle: Mainichi Shimbun

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