Polizei warnt Eltern vor Transport ihrer Kinder auf dem Fahrrad

Mütter und Väter in Japan bringen häufig ihre Kinder auf dem Fahrrad zum Kindergarten oder zur Vorschule. Während das im Grunde eine normale Angelegenheit ist, warnt die japanische Polizei die Eltern nun vor den Risiken beim Transport mit dem Rad.

Besonders Eltern mit kleinen Kindern sollten bei der Sicherheit nicht nachlässig sein und zu Fahrersitzen und Helmen greifen. Vor allem wenn zwei Kinder mitfahren, sollten Erziehungsberechtigte vorsichtig sein. Es ist nämlich eigentlich nach Straßenverkehrsgesetz verboten, zwei Personen auf einem Rad zu befördern.

Da es für manche Eltern allerdings keine andere Möglichkeit gibt, entschloss sich die Polizei 2008 die Regelung zu lockern. Seit 2009 gibt es deswegen Vorschriften, wie Eltern ihre Kinder am besten befördern sollen. Als sicher gelten jeweils ein Kindersitz am Vorder- und Hinterrad. Ebenfalls sind ein Kindersitz am Hinterrad und ein Kind im Tragegurt auf dem Rücken des Fahrers erlaubt.

Babys sollten nicht auf dem Fahrrad mitfahren

Das Tragen der Kinder auf der Brust ist hingegen ein Streitpunkt. Unter anderem erwähnen die Reglungen von Kanagawa die Methode überhaupt nicht und es ist demnach nicht klar, ob sie verboten ist. Viele Eltern tragen deswegen lieber die Kinder vorne, da sie weniger weinen oder das Kind im Rücksitz nicht bedrängen. Die Polizei bewertet die Methode allerdings skeptisch.

Eine Studie der gemeinnützige Organisation Safe Kids Japan belegt allerdings, dass Kinder auf dem Rücken eher gefährdet sind bei einem Unfall. Beide Methoden können allerdings bei einem Sturz zu Knochenbrüchen bei Kleinkindern führen. Allgemein empfehlen Experten, Kleinkinder unter einem Jahr eher mit einem Kinderwagen zu transportieren, wenn es möglich ist.

Der Tod eines Kleinkindes löst die Warnung aus

Grund für die aufgeflammte Sicherheitsdebatte ist ein tragischer Unfall im Juli. Eine Mutter stürzte bei Regen mit ihrem elektrischen Fahrrad, auf dem sich ihre zwei Söhne befanden. Ihr 16 Monate alter Sohn befand sich im Tragegurt um die Brust und ihr Zweijähriger saß im Kindersitz vor ihr. Auf dem eigentlichen Rücksitz befanden sich Taschen.

Der 16 Monate alte Junge starb an einer Kopfverletzung, als das Fahrrad umkippte. Dem älteren Jungen geschah nichts, da er einen Helm trug. Die Bezirksstaatsanwaltschaft von Yokohama beschloss die Mutter nicht anzuklagen, da sie an sich keine Schuld trägt. Die Polizei warnt nun jedoch Eltern landesweit vor den Risiken.

Quelle: The Asahi Shimbun

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