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Beamter erschoss sich vermutlich mit eigener Waffe

Polizist begeht in Tokyo auf offener Straße mutmaßlichen Suizid

In Japan ist nach wie vor die Selbstmordrate hoch, auch wenn sie allgemein immer weiter zurückgeht. In Tokyo kam es nun zu einem besonders tragischen Fall, der viele Fragen aufwirft. Ein junger Polizist hat sich auf offener Straße vermutlich das Leben genommen.

Die Polizei bestätigte, dass am Mittwoch ein 25 Jahre alter Beamter der Bereitschaftspolizei der Metropolitan Police Department an den Folgen eines Selbstmordversuchs starb. Passanten hatten um etwa 3:30 Uhr den jungen Mann verletzt auf einer Straße im Chiyoda-Bezirk von Tokyo gefunden. Die Personen bemerkten, dass er stark am Kopf blutete.

Polizist schoss auf sich selbst

Ein Krankenwagen brachte den schwer verletzten Polizisten in ein Krankenhaus, wo er am Abend desselben Tages seinen Verletzungen erlag. Nach den bisherigen Ermittlungen geht die Polizei von einem Suizid aus.

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Es gibt bis jetzt zwar keinen Abschiedsbrief, allerdings sei die Todesursache ein starker Beweis. Der Polizist starb an einer Schussverletzung im Kopf. Die Kugel stammt dabei aus seiner eigenen Waffe.

Wachdienst an Pro-Nordkorea-Einrichtung

Der genaue Tathergang und die Hintergründe zum Tod des Beamten bleiben jedoch ungewiss. Der Polizist hatte laut der Polizei von Dienstagmorgen bis zum frühen Mittwochmorgen Wachdienst in der Nähe des Hauptquartiers der General Association of Korean Residents, auch Chongryon genannt. Das Gebäude steht unter einem besonderen Schutz, da es sich um eine Pro-Pjöngjang-Organisation handelt und sie deswegen ein potenzielles Angriffsziel von Extremisten ist.

Seinen Dienst soll der junge Mann ohne Vorfälle absolviert haben. Es wird deswegen davon ausgegangen, dass der Polizist die Waffe gegen sich selbst richtete, als er auf dem Weg zu einem Polizeifahrzeug war, nachdem ein Kollege ihn abgelöst hatte. Ob der Schuss von Anwohnern gehört wurde oder es anderweitig Zeugen gibt, ist nicht bekannt. Die Polizei wird jedoch in dem Fall weiter ermitteln.

Anmerkung der Redaktion: Sollten Sie Suizidgedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (http://www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen helfen konnten, einen Ausweg aus einer problematischen Situation zu finden.

MS

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