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Mehr ausländische Mitbürger erwartet

Präfektur Fukushima will die Bedürfnisse von Ausländern besser verstehen

Die japanische Präfektur Fukushima will angesichts einer wachsenden Zahl Einwohner mit ausländischen Wurzeln im Oktober eine Umfrage starten, um die Bedürfnisse und Anliegen der Menschen zu erfassen.

Aufgrund des im April in Japan in Kraft getretenen geänderten Zuwanderungskontrollgesetzes, erwartet die Präfektur mehr ausländische Arbeitskräfte, die sich dort niederlassen.

Strategien, damit sich Ausländer in der Präfektur wohlfühlen

Ziel ist es nun, Strategien zu entwickeln, die besser auf die Situation der Menschen abgestimmt sind und ihnen ein Umfeld bieten, in dem sie vernünftig leben und arbeiten können. Das soll auch der Präfektur helfen, Menschen aus dem Ausland anzuziehen und so den Arbeitskräftemangel bekämpfen.

Zusammen mit der Fukushima International Association und den Gemeinden in der Präfektur werden Fragebögen in Japanisch, Englisch und Chinesisch verfasst und an etwa 2.800 Ausländer, also 20 Prozent aller in der Präfektur lebenden Menschen mit ausländischen Wurzeln, geschickt.

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Die Präfekturverwaltung hofft mit den Fragebögen mehr über ihre ausländischen Einwohner herauszufinden. Darunter auch, wie lange sie in Japan bleiben und ob sie einen dauerhaften Wohnsitz anstreben. Außerdem werden sie nach ihrem Visastatus, ob sie japanisch lernen, ob sie Sprachunterstützung gefunden haben und wie es mit der Bildung und Arbeit aussieht, befragt. Ein wichtiger Punkt ist die Frage danach, ob sie Vorurteile oder sogar Rassismus erleben, weil sie keine Japaner sind.

Nachdem die Umfrage ausgewertet wurde, will die Präfektur realistischere Wege zur Unterstützung ihrer Einwohner mit ausländischen Wurzeln entwickeln und diese in ihrem Strategieplan zur „Internationalisierung der Präfektur“ aufnehmen. Außerdem sollen auch Gemeinden in der Präfektur aufgefordert werden, ihre Politik anzupassen.

Japan wird immer mehr Ausländer aufnehmen

Fukushima wird zum ersten Mal seit elf Jahren so eine Umfrage durchführen, da die Zahl der Ausländer in der letzten Zeit stark gestiegen ist. Laut einem Bericht über die Bevölkerung des Ministeriums für innere Angelegenheiten und Kommunikation lebten am 1. Januar 14.047 Menschen mit ausländischen Wurzeln in der Präfektur Fukushima, was 8 Prozent der gesamten Einwohnerzahl von rund 1,85 Millionen Menschen ausmacht.

Bei der letzten Umfrage, vor elf Jahren, wurden insbesondere Sprachbarrieren und Probleme mit staatlichen Diensten als häufigstes Problem angegeben.

Die Präfektur bemüht sich seitdem, die Sprachberatungsdienste der Fukushima International Association und die Ausbildung von Personen zu verbessern, die ausländische Einwohner direkt unterstützen. Da der Arbeitskräftemangel bei japanischen Unternehmen immer stärkere Probleme verursacht, wird der Trend, immer mehr Ausländer in Japan aufzunehmen, anhalten.

TJT

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