Präfektur Nara veranstaltet jährlichen Goldfischschöpfwettbewerb

Wer schon einmal auf einem japanischen Sommerfest war, weiß, dass eine Attraktion auf keinen Fall fehlen darf. Das sogenannte Goldfischschöpfen ist ein Spaß für Jung und Alt und auf fast jedem Fest zu finden. Allerdings kann das Fangen der Fische ganz schön schwierig sein. Den besten Angler kürte am Sonntag die Stadt Yamato-koriyama in der Präfektur Nara beim jährlichen Goldfischschöpfwettbewerb.

Um die 2.000 Menschen aus der Präfektur versuchten, ihre Fähigkeiten beim Fangen der Fische unter Beweis zu stellen. Neben zahlreichen Erwachsenen nahmen ebenfalls viele Kinder an dem Wettbewerb teil.
Insgesamt gab es zwei Kategorien, in denen die Teilnehmer antreten konnten. Entweder konnten sie einzelnd teilnehmen oder in einer ganzen Mannschaft antreten. Die Regeln blieben bei beiden Gruppen jedoch gleich. Teilnehmer müssen in nur drei Minuten möglichst viele Fische aus einem großen Tank mit 1.000 Exemplaren fischen.

Benutzen dafür dürfen sie allerdings nur eine kleine dünne Papierscheibe in einer Halterung. Insgesamt erhalten die Teilnehmer nur fünf Papiernetze. Sind alle vor Ablauf der Zeit kaputt, ist die Runde für die Person vorbei.

Die Stadt Yamato-koriyama ist für seine Goldfische bekannt und verschickt jährlich 57 Millionen Exemplare in ganz Japan. Den Goldfischschöpfwettbewerb gibt es mittlerweile seit 1995 und wird immer beliebter bei der Bevölkerung.  Das Spiel entstand wahrscheinlich 1810 in der Edo-Zeit. Die heutige Form mit Papiernetzen tauchte erstmals um 1910 auf.

Obwohl die Attraktion vor allem bei Kindern beliebt ist, kritisieren Tierschützer das Spiel. Anders als beim Wettbewerb dürfen bei Festivals die Teilnehmer den gefangenen Fisch mit nach Hause nehmen. Goldfische ersticken auf Dauer in den kleinen Plastikbeuteln und sollten auf keinen Fall in kleinen Gläsern gehalten werden. Andere Leute hingegen denken, sie tun den Fischen etwas Gutes, wenn sie sie freilassen. Goldfische können jedoch schnell ein Ökosystem stark beeinflussen und der Natur schaden.

Quelle: NHK

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