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Coronavirus und Heuschnupfen-Zeit lassen Wiederverkaufspreise steigen

Preise für Atemmasken klettern aus Angst vor dem Coronavirus in Japan auf unverschämte Höhen

Atemmasken sind durch das Coronavirus in Japan vielerorts ausverkauft und die Produzenten kommen mit der Produktion nicht hinterher. Das führt dazu, dass die Masken auf Onlinemarktplätzen zu sehr teuren Preisen weiterverkauft werden.

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Die Atemmasken sind dazu kein vernünftiger Schutz gegen das Coronavirus, trotzdem glauben viele Japaner, dass sie sich damit schützen können. Da aber die Heuschnupfensaison in Japan früher als gewöhnlich losgeht, ist es umso ärgerlicher, dass kaum noch Atemmasken erhältlich sind.

Lagerbestände im Einzelhandel sind knapp

Eine Apotheke in der Nähe der JR-Shimbashi-Station im Zentrum von Tokyo gab die Warnung heraus, dass sie jedem Kunden nicht mehr als zwei Packungen mit OP-Masken verkaufen würde, um zu verhindern, dass Menschen große Mengen des Produkts kaufen und mit Gewinn weiterverkaufen.

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In Erwartung einer deutlich erhöhten Nachfrage hatte das Geschäft seinen Lagerbestand bereits erhöht, doch der Bestand ist trotzdem ziemlich niedrig.

Eine Mitarbeiterin im Laden sagte: „Manchmal erhalten wir überhaupt keine Lieferungen“, obwohl der Laden mit Anrufen von Kunden überflutet wird, die wissen möchten, ob noch Atemmasken erhältlich sind.

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Nach Angaben des japanischen Flohmarkt-App-Betreibers Mercari Inc. werden viele Atemmasken zu Preisen angeboten, die über den Einzelhandelspreisen liegen.

Mehr als 800 Euro für eine Packung Atemmasken

Ein Benutzer präsentierte zwei Säcke mit sieben OP-Masken für 99.999 Yen (ca. 828,96 Euro), obwohl der Verkaufspreis des Produkts nur 405 Yen (ca. 3,36 Euro) pro Beutel beträgt.

Mercari Inc. hat die Nutzer gebeten, innerhalb einer angemessenen Preisspanne zu bleiben. Trotzdem bekommen Verbraucherorganisationen im ganzen Land Beschwerden über Preisabschläge für die Atemmasken, in einer Zeit, in der viele Japaner Angst haben und sich schützen wollen.

Akiko Ito, Leiter der Verbraucherschutzbehörde, erklärte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz, dass der Kauf von Masken zum Zwecke des Weiterverkaufs nicht erwünscht ist, und forderte die Verbraucher auf, ruhig zu handeln.

Die Behörde plant, mit anderen staatlichen Stellen wie dem Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie zusammenzuarbeiten, um die Preise zu stabilisieren.

Auch die Online-Marktbetreiber werden um Zusammenarbeit gebeten, um das Problem anzugehen.

San-M Package Co., ein führender Hersteller von Operationsmasken sagte, das Auftragsvolumen sei schwierig zu erfüllen, obwohl das Unternehmen seine Fabrik rund um die Uhr betreibe.

Ein Mitarbeiter der All Nippon Nonwovens Association sagte: „Wir haben gehört, dass das Material für die Herstellung von Operationsmasken knapp wird.“

Anleitungen, um Atemmasken selbst zu bauen, sind der Hit in Japan

Inmitten der Verknappung der zum Verkauf stehenden Masken hat die Idee der hausgemachten Alternativen die Aufmerksamkeit auf die sozialen Medien gelenkt.

Eine Frau hat auf ihrer Website einen Beitrag erstellt, in dem gezeigt wird, wie aus Gaze eine Maske hergestellt wird.

„Ich habe gehört, dass auch Menschen mit Heuschnupfen oder anderen Krankheiten Schwierigkeiten haben, OP-Masken zu kaufen“, sagte sie. „Ich möchte, dass die Leute wissen, dass es Alternativen gibt, um chirurgische Masken herzustellen. Auch für Anfänger ist es einfach.“

Auf dem chinesischen Festland sind nach Angaben der Gesundheitsbehörden des Landes mehr als 24.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesopfer steigt auf 493.

In Japan wurden bis Mittwoch 40 Fälle von Infektionen gemeldet.

Kyodo

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