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Auch Restaurants müssen nachbessern

Preisschilder in Japan müssen ab April den vollständigen Preis mit Steuern anzeigen

In Japan kann das Einkaufen vor allem für Ausländer ein ziemlicher Kraftakt werden. Preisschilder zeigen nämlich in einigen Fällen nur den Preis ohne Steuern an. Den Rest müssen Kunden selbst ausrechnen. Damit soll jedoch ab nächsten Monat Schluss sein.

Bisher wurde in Japan zwischen drei Arten an Preisschildern unterschieden, die verschiedene Bezeichnungen haben. Zum einen gibt es die Preisschilder, auf denen der Steuersatz bereits enthalten ist.

Preisschilder müssen beim Preis eindeutig sein

Die zwei anderen haben den Aufdruck „Steuern nicht enthalten“ und „Grundpreis“. Bei ihnen müssen Kunden, den entsprechenden Steuersatz noch ausrechnen und dem Preis hinzufügen, was mit der neuen Verbrauchsteuer kompliziert werden kann.

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Ab April werden die letzten beiden Bezeichnungen jedoch verschwinden und alle Unternehmen müssen den endgültigen Kassenpreis angeben. Allgemein ist es verboten, den Preis nicht eindeutig anzugeben. Das schließt mit ein, dass die Preise unnötig kompliziert oder schwer leserlich dargestellt werden.

Das Verbot beschränkt sich dabei nicht nur auf Preisschilder. Auch Werbung muss nun den endgültigen Preis vollständig und verständlich angeben. Eine Ausnahme stellen sogenannte 100 Yen Stores oder „1,000 Yen Across the Board Sale” dar. Sie dürfen ihre Bezeichnungen behalten, wenn sie die endgültigen Preise ihrer Produkte korrekt angeben.

Restaurants müssen auf verschiedene Preise hinweisen

Restaurants und andere Geschäfte, die fertiges Essen anbieten, müssen hingegen auf den unterschiedlichen Steuersatz aufmerksam machen. Auf ihrer Speisekarte wird nun hingewiesen, dass Mahlzeiten zum vor Ort essen mit zehn Prozent Steuern etwas teurer sind als Mahlzeiten zum Mitnehmen, die nur einen Steuersatz von acht Prozent haben.

Viele Menschen befürworten die Regelungen, dar es beim Einkaufen Zeit und auch Verwirrungen spart. Einige Geschäfte äußerten sich hingegen skeptisch. Sie befürchten, dass Kunden nun weniger kaufen, wenn sie die augenscheinlich erhöhten Preise sehen.

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