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Premierminister Abe besucht Kernkraftwerk Fukushima Daiichi

Acht Jahre ist es nun her, seit sich am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi die verheerende nukleare Katastrophe ereignete und Tausende Menschen dadurch zur Evakuierung gezwungen wurden. Nun besuchte am Sonntag Japans Premierminister, Shinzo Abe, die Anlage, um sich den Fortschritt der Aufräumarbeiten anzuschauen.

Abe will damit ein Zeichen setzen, nachdem der japanische Minister für die Olympischen Spiele, Yoshitaka Sakurada, letzte Woche zurücktrat. Es war die Reaktion auf die Kritik zu einer Bemerkung gegenüber den Überlebenden des Erdbebens und des Tsunamis von 2011. Sakurada sagte bei einer Spendenveranstaltung, dass die politische Karriere von Abgeordneten wichtiger sei als der Wiederaufbau der Katastrophengebiete.

Das sorgte landesweit für viel Kritik und Abe entschuldigte sich bereits bei der Öffentlichkeit für den Vorfall. Er machte deswegen nun besonders deutlich, dass der japanischen Regierung die Menschen in den ehemaligen Katastrophengebieten nicht egal sind. Er erklärte, dass sie alles daran setzen, die Gebiete wieder aufzubauen und dass sie es nochmals deutlich machen, dass jeder Minister am Wiederaufbau beteiligt ist.

Zu der zerstörten Anlage selbst sagte Abe, dass es weiterhin Fortschritte bei der Stilllegung gebe. Allerdings stehen die Arbeiter weiterhin vor vielen Herausforderungen. Zuletzt besuchte Abe das Kernkraftwerk 2013. Seitdem änderte sich einiges. Bestimmte Probleme, wie die Reinigung des verseuchten Wassers, gibt es jedoch immer noch. Doch Abe verspricht, dass die Regierung weiterhin die Stilllegung zu den obersten Prioritäten zählt, genauso wie das radioaktive Wasser.

Eine weitere Stadt ist wieder bewohnbar

Neben dem Kernkraftwerk besuchte der Premierminister das neue Rathaus von Okuma und wohnte der Eröffnungszeremonie bei. Anschließend schaute er sich eine Fußballeinrichtung an, die eine Etappe des Olympischen Fackellaufs im März 2020 ist. Abe sagte, dass er sich den Start des Fackellaufs in Japan vor Ort anschauen wolle.

Okuma gehörte bis vor Kurzem zu den wenigen Orten in der Präfektur, für die der Evakuierungsbefehl noch galt. Letzten Mittwoch hob die Regierung ihn teilweise auf, sodass zwei Bezirke wieder als bewohnbar gelten. Das neue Rathaus steht dabei als Symbol für den Wiederaufbau. Die Stadt musste es verlegen, da sich das ursprüngliche Gebäude im Zentrum befindet, was immer noch eine Sperrzone ist.

Okumas Bürgermeister, Toshitsuna Watanabe, zeigte sich gegenüber Abe jedoch zuversichtlich. Er glaubt fest daran, dass das Rathaus das Zeichen für den versprochenen Wiederaufbau und die Wiederbelebung der Stadt ist. Am 7. Mai nimmt das Rathaus offiziell wieder den Betrieb auf und die ersten 367 Menschen, die heimkommen wollen, können begrüßt werden.

Mainichi Shimbun

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