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Minister senden ebenfalls Opfergaben

Premierminister Suga sendet erneut Opfergabe an umstrittenen Yasukuni-Schrein

Der Yasukuni-Schrein in Tokyo gehört wohl zu den umstrittensten in ganz Japan. Aus dem Grund löst es immer Empörung aus, wenn hohe Politiker ihn besuchen. Japans Premierminister Yoshihide Suga besuchte ihn zwar kürzlich nicht, sendete dafür jedoch eine rituelle Opfergabe, was fast genauso kritisch ist.

Suga hat am Mittwoch dem Schrein zum Frühlingsfest einen Masakaki Baum als Opfergabe geschickt. Der Gesundheitsminister und der Minister für die Weltausstellung schickten ebenfalls Bäume. Besuchen will Suga den Schrein laut einigen Quellen nicht.

Ehemaliger Premierminister besucht den Yasukuni-Schrein persönlich

Allerdings besuchte der ehemalige Premierminister Shinzo Abe den Schrein. Reportern sagte er, dass er den Toten, die alles für ihr Land gegeben haben, den aufrichtigen Respekt erweisen will. Einige Abgeordnete wollten am Donnerstag den Schrein auch besuchen, aufgrund der steigenden Infektionszahlen wurde der Besuch jedoch abgesagt.

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Japans oberster Regierungssprecher, Kabinettschef Katsunobu Kato, äußerte sich zu Suga bei einer Pressekonferenz. Die Regierung stehe allgemein nicht in der Position sein Verhalten als Privatperson zu kommentieren. Deswegen steht die Entscheidung für einen Besuch des Schreins oder das Senden von Geschenke alleine ihm zu.

Es ist bereits das zweite Mal, dass Suga als Premierminister dem Schrein eine Opfergabe zukommen lässt. Das erste Mal war letzten Oktober zum Herbstfest. Als Kabinettssekretär hat er hingegen solche Geschenke dem Schrein nicht gemacht.

Schrein gilt als sehr kontrovers

Der Yasukuni-Schrein wird im Volksmund auch Kriegsschrein genannt, da er an die Kriegstoten erinnert. Großes Problem ist jedoch, dass auf einem Denkmal zum Zweiten Weltkrieg auch die Namen von zahlreichen verurteilten japanischen Kriegsverbrechen stehen.

In dem Museum auf dem Gelände werden dazu historische Fakten verdreht und Kriegsverbrechen verharmlost. Aus dem Grund gilt der Schrein vor allem in China und Südkorea als ein Symbol des damaligen brutalen Militarismus von Japan, den sich immer noch viele zurückwünschen.

Südkorea und China zeigen sich enttäuscht

Choi Young Sam, Sprecher des südkoreanischen Außenministeriums, sagte, dass die südkoreanische Regierung zutiefst enttäuscht sei, dass der japanische Staatschef Verbindungen zum Schrein hat. Der Schrein würde die koloniale Unterdrückung und den Angriffskrieg von Japan verherrlichen.

Südkorea drängt die Staatschefs dazu, sich der Geschichte zu stellen und eine aufrichtige Reflexion zu betreiben. Eine bescheidende Selbstbeobachtung sei Teil der Grundlagen für eine zukunftsorientierte Beziehung zu Südkorea. Auch China zeigte sich von Sugas Geste enttäuscht.

Sie fordern auch, dass Japan seine Geschichte der Aggressionen reflektiert und Maßnahmen ergreift, um das Vertrauen der asiatischen Nachbarn und internationalen Gemeinschaft zu sichern.

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