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Priester vom Nanzo-in Tempel sind wegen ausländischer Touristen verärgert

Wenn jemand als Tourist ein Land besucht, ist es eigentlich selbstverständlich, dass er sich an die lokalen Regeln hält. Einige Ausländer scheinen allerdings in Japan ihre Manieren zu vergessen. So muss sich der berühmte Nanzo-in Tempel in Sasaguri, Fukuoka, vermehrt über das schlechte Benehmen von Touristen ärgern. Mittlerweile wissen die Priester nicht mehr weiter und wollen drastische Maßnahmen durchsetzen.

Der Tempel im Süden des Landes ist durch seine riesige liegende Buddha-Statue aus Bronze weltweit bekannt. Da es sich um einen heiligen Ort handelt, ist es den Besuchern streng untersagt, zu essen, zu rauchen oder zu trinken. Trotz Hinweisschilder in zwölf verschiedenen Sprachen halten sich viele nicht daran. Es gab sogar Vorfälle, wo Personen Skateboard am Tempel gefahren sind. Weiter gibt es Berichte von Besuchern, die Toiletten nicht nach der Nutzung spülten oder Kaugummis an die Fußsohlen der heiligen Statue klebten.

Da die bisherigen Warnschilder nichts brachten, wollen die Priester nun zu drastischen Mitteln greifen. Sie überlegen, Sperrzonen zu errichten, um Nanzo-in besser zu schützen. Unter anderem soll das Beinhaus mit der Asche der verstorbenen Kranken gesperrt werden. Wie schlimm die Situation ist, berichtete Oberpriester Kakujo Hayashi. Gläubige, die seit Jahren zu dem Tempel kamen, halten sich nun fern. Laut dem 65-Jährigen bemühten sie sich extra den ganzen Weg zum Tempel, nur um sich danach schlecht zu fühlen.

Chinesische Medien ermahnen bereits die Bürger

Doch nicht nur der Tempel kämpft mit den schlechten Manieren der Touristen. Die Beamten der U-Bahn von Fukuoka erhalten ebenfalls vermehrt Beschwerden über Ausländer. Sie versuchen allerdings weiterhin, das Benehmen der Besucher zu verbessern. In den Heimatländern gibt es gleichermaßen Maßnahmen gegen die Störenfriede. So verfasste die chinesische nationale Nachrichtenagentur Xinhua Anfang Februar einen Onlineartikel, in dem sie die Touristen zu gutem Benehmen ermahnt. Chinas Tourismusministerium fordert alle auf, sich im Ausland höflich zu verhalten. Besonders zum chinesischen Neujahr kamen viele Touristen nach Japan, um dort ihre freien Tage zu verbringen.

Quelle: Mainichi Shimbun

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