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Technisches und menschliches Versagen

Probleme mit der Impfdatenbank verzögern Japans digitale Impfzertifikate

In der Impfdatenbank der japanischen Regierung fehlen bei einigen hunderttausenden Datensätzen, die Informationen über das Coronavirus enthalten, Daten über geimpfte Personen, die nun nachgetragen werden.

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Dies führt dazu, dass die Ausstellung von digitalen Impfzertifikaten wahrscheinlich nicht wie geplant starten kann.

Impfdatenbank enthält mehrere fehlerhafte Datensätze

In einigen Fällen enthielt die Impfdatenbank (VRS) keine Daten von Menschen, die geimpft wurden. Grund dafür sind Fehler im verwendeten Programm und Fehler bei der Eingabe.

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Das VRS wurde im April in Betrieb genommen, regionale Behörden sollten so Informationen über Personen, die sich impfen lassen wollen, bekommen.

Das Personal in den medizinischen Einrichtungen trägt nach der Impfung die Daten über den verwendeten Impfstoff und das Datum der ersten und zweiten Impfung ein.

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Die Impfdatenbank sollte es der japanischen Regierung ermöglichen, den Fortschritt ihres Impfprogramms in Echtzeit zu überprüfen.

Durch einen technischen Fehler in den Impfzentren enthält die Datenbank allerdings auch Datensätze, die besagen, dass eine Person zweimal geimpft wurde, obwohl sie bisher nicht einmal die erste Spritze bekommen hat.

Computerfehler beim Scannen

Bei einer der Erfassung muss das medizinische Personal die 18-stellige Nummer auf dem Impfausweis jeder geimpften Person mit einer Kamera in einem von der Regierung ausgegebenen Tablet-Computer einscannen.

Der Computer neigt jedoch dazu, beim Scannen „5“ mit „3“ oder „3“ mit „8“ zu verwechseln.

Dazu kommt, dass bei der Eingabe manchmal der Impfstoff von Biontech mit dem von Moderna verwechselt wurde.

Mehrere hunderttausende Datensätze betroffen

Insgesamt geht die japanische Regierung davon aus, dass 0,07 Prozent aller Datensätze betroffen sind. Insgesamt enthält die Impfdatenbank mittlerweile Daten von 78 Millionen Menschen, was einen Fehler bei mehreren hunderttausenden Personen bedeutet.

Die Regierung überlegt nun, dass der Impfausweis, der auf Papier ausgehändigt wird, bei der Ausstellung des digitalen Impfzertifikats überprüft wird, was allerdings dazu führen wird, dass sich Anträge aufstauen werden.

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