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Ghosn selbst war im letzten Jahr in den Libanon geflohen

Prozess gegen Komplizen von Ex-Nissan Chef Ghosn startet im September

Der Fall Carlos Ghosn hat in Japan für viel Aufsehen gesorgt. Der ehemalige Vorsitzende von Nissan war angeklagt, Geld hinterzogen zu haben und floh Ende letzten Jahres in den Libanon. Am 15. September soll nun der Prozess gegen eine weitere ehemalige Führungskraft von Nissan Motor Co. starten.

Greg Kelly, ein ehemaliger Direktor der Nissan-Vertretung, soll Ghosns Komplize bei der Veruntreuung gewesen sein. Er wurde zusammen mit Ghosn im November 2018 verhaftet. Wie Ghosn wird er beschuldigt, rund 9 Milliarden Yen hinterzogen zu haben.

Nissan ebenfalls angeklagt

Nissan, ebenfalls Angeklagter in dem Prozess, muss sich derselben Anschuldigung verantworten. Es wird erwartet, dass Nissan sich schuldig bekennt.

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Kelly, ein 63-jähriger US-Staatsbürger, wurde Ende 2018 gegen Kaution freigelassen. Er hat die Anschuldigung dementiert.

Vorverfahren begann bereits im vergangenen Jahr

Nach Angaben einer Person, die mit dem Zeitplan des Prozesses vertraut ist, wird erwartet, dass etwa ein Dutzend Zeugen vor Gericht erscheinen werden. Darunter sollen auch zwei leitende Angestellte von Nissan, deren Geständnisverhandlung mit der Staatsanwaltschaft in Tokyo zu den Verhaftungen beigetragen hat, sowie Hiroto Saikawa, ein ehemaliger CEO des Autoherstellers, sein.

Das Vorverfahren für das Gericht, die Staatsanwälte und Rechtsanwälte begann im Juni letzten Jahres, um die Streitpunkte einzugrenzen. Der Prozess war ursprünglich für April dieses Jahres angesetzt, aber die Verbreitung des neuartigen Coronavirus verlangsamte das Gerichtsverfahren.

Auslieferung von Ghosn unwahrscheinlich

Das Bezirksgericht teilte mit, dass es bis zum 9. Juli nächsten Jahres insgesamt 76 öffentliche Anhörungen geben wird, nach denen Staatsanwälte und Verteidigung ihre Schlussplädoyers halten werden, bevor ein Urteil gefällt wird.

Die japanische Regierung hat die Auslieferung Ghosns über Interpol beantragt, aber der Libanon hat angedeutet, dass es unwahrscheinlich ist, ihn auszuliefern. Japan hat kein Auslieferungsabkommen mit dem Libanon.

kyodo

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