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Fischer entscheiden sich stark dagegen

Radioaktives Wasser soll aus Fukushima ins Meer freigesetzt werden

Die Regierungsbehörde empfahl am Freitag, behandeltes radioaktives Wasser aus dem zerstörten Kernkraftwerk Fukushima Nummer 1 ins Meer zu entlassen. Durch das Kochen des Wassers soll es besser sein, es wieder in die Atmosphäre abzugeben.

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Die Regierung hat nach Möglichkeiten gesucht, mehr als eine Million Tonnen Wasser zur Kühlung der eingeschmolzenen Kerne im Kraftwerk Fukushima Nummer 1 zu entsorgen. Einschließlich des Grundwassers in der Nähe des Standorts, da dem Komplex der Lagerraum ausgeht.

Verbraucher haben Angst

Das Wasser wird mit einem fortschrittlichen Flüssigkeitsverarbeitungssystem (ALPS) aufbereitet, bevor es in Tanks im Werk gelagert wird. Dabei wird jedoch kein Tritium entfernt und es wurde festgestellt, dass geringe Mengen anderer radioaktiver Materialien zurückbleiben.

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Lokale Fischer haben sich stark gegen die Abgabe des Wassers in den Ozean ausgesprochen, da die Verbraucher Angst haben, die in der Gegend gefangenen Meeresfrüchte zu kaufen.

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Beide Methoden zur Freisetzung des Wassers seien realistische Optionen, sagte das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie am Freitag vor einem Unterausschuss der Regierung. Es merkte aber an, dass das Abgeben des Wassers in den Ozean die Überwachung der Strahlungswerte erleichtern würde.

Radioaktives Wasser mit minimalen Auswirkungen

Diese Methode könne mit größerer Sicherheit durchgeführt werden, da der Betreiber des Kraftwerks, die Tokyo Electric Power Company Holdings Inc., den Prozess bereits vor dem starken Erdbeben und dem Tsunami 2011 durchgeführt habe. Allerdings in einem viel kleineren Maßstab.

Das Ministerium sagte, dass die gesundheitlichen Auswirkungen beider Ansätze minimal wären und schätzt, dass sie jährlich zwischen 0,052 und 0,62 Mikrosievert bei einer Einleitung in den Ozean und 1,3 Mikrosievert bei einer Freisetzung in die Atmosphäre ergeben würden. Im Vergleich dazu sind nach Angaben des Ministeriums täglich Menschen in einer normalen Lebensumgebung 2.100 Mikrosievert ausgesetzt.

Weitere Methoden, die der Unterausschuss in Betracht gezogen hat, sind das Einbringen des Wassers in die Tiefe, das Verfestigen und Vergraben des Wassers sowie die Extraktion nur des Wasserstoffs und dessen Freisetzung in die Atmosphäre.

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Unterdessen betonte das Ministerium, wie wichtig es sei, vor einer Entscheidung das Verständnis der örtlichen Gemeinschaft zu gewinnen und die Verbreitung von Fehlinformationen zu verhindern. Diese könnten nämlich unangemessene Ängste hervorrufen.

JT

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