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HomeNachrichten aus JapanRätselhaftes Fossil eines Meeressäugers in Gifu gefunden

Das Fossil ist zu mehr als 80 Prozent erhalten

Rätselhaftes Fossil eines Meeressäugers in Gifu gefunden

Am 10. Juni wurde im Tokigawa-Fluss in der japanischen Präfektur Gifu das Fossil eines inzwischen ausgestorbenen Meeressäugers geborgen. Aktuell wird vermutet, dass es sich dabei um die Überreste eines Paleoparadoxia handeln könnte.

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Bisher konnte das Team des städtischen Mizunami Fossil Museums 80 Prozent des Skeletts freilegen. Der Fund ist eine Sensation, denn es kommt nur sehr selten vor, dass bei Ausgrabungen annähernd vollständige Skelette gefunden werden. Ein wahrer Glücksfall, denn sogar der Kopf des Meeressäugers ist noch erhalten.

Ein Überraschungsfund

Das Fossil war am 5. Juni von einem Anwohner gefunden worden. Dieser war gerade dabei, das Flussbett im Stadtteil Kamadocho zu reinigen, als plötzlich die knöcherne Rückseite eines Körpers sichtbar wurde.

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Letztendlich legte er einen Rücken samt Hüftknochen und Rippen frei. Am 10. Juni begannen dann die offiziellen Ausgrabungen an dieser Stelle. Den Mitarbeitenden des Museum gelang es, das Fossil mithilfe eines großen Bohrer und anderer Werkzeuge zu bergen. Aktuellen Schätzungen zufolge hat das Fossil eine Gesamtlänge von 2 bis 2,5 Metern.

Yusuke Ando, der Kurator des Museums, berichtete begeistert: „Ich kann immer noch nicht darüber hinwegkommen, wie aufgeregt ich war, als ich den Kopfknochen sah.“

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Er geht davon aus, dass die Reinigung des Fossils etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen wird. Danach soll es der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Paleoparadoxia Skelett Modell
Ein Modell eines Paleoparadoxia-Skeletts ist im Mizunami Fossil Museum zu sehen. Bild: Mizunami Fossil Museum

Paläoparadoxia

Der Name „Paläoparadoxia“ beutet nichts anderes als mysteriöse uralte Kreatur und beschreibt einen Meeressäuger, der bereits vor 28 Millionen Jahren gelebt hat. Details über dieses Lebewesen sind noch nicht bekannt, allerdings gehen die Forschenden davon aus, dass es einem Dugong ähnelte.

Wenn 50 Prozent der Knochen eines Fossils gefunden werden, spricht man bereits von einem „Ganzkörperskelett“.

In ganz Japan wurden bisher sechs Ganzkörperskelette gefunden, allerdings ist dieses Fossil aus Gifu das Erste, das zu mehr als 80 Prozent vollständig ist. Vor diesem Hintergrund ließe sich also schon fast von einer Art archäologischem Wunder sprechen.

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