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Japan sagt Rauchen den Kampf an

Rauchen wird in öffentlichen Einrichtungen in ganz Japan verboten

Mit dem neuen Monat ist in Japan auch die Reform des Gesundheitsförderungsgesetzes in Kraft getreten. Ein zentrales Thema, dabei gibt es schon ein bundesweites Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäusern oder Regierungsstellen. Im kommenden Jahr soll Rauchen auch in Bars und Restaurants verboten werden.

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Grund für die Neuregelung ist es, Menschen unter 20 Jahren, Kranke oder Schwangere vor dem Passivrauchen zu schützen. Bei einer Zuwiderhandlung drohen den Rauchern Geldbußen bis zu 300.000 Yen (2.446,80€). Auch die Raucherzonen in den Gebäuden werden geschlossen. Stattdessen soll auf externe Raucherzonen gesetzt werden. Doch dabei sehen viele Gruppen Probleme.

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Kritik vonseiten der Raucher

Einige Ministerien zum Beispiel strichen nämlich auch die externen Raucherzonen in der Nähe des Eingangs, weshalb die Mitarbeiter auf andere Raucherzonen in der Nähe ausweichen müssen. Auf der Straße ist das Rauchen in Japan allgemein verboten. Die Neuregelung könnte nun zu einer Überlastung der Raucherzonen führen, wie beispielsweise im Tokyoter Regierungsgebäude auf der Shinjuku-Station. Dort arbeiten 10.000 Mitarbeiter und es wurden alle Raucherzonen gestrichen, weswegen nun alle Raucher in die bereits überfüllte Raucherzone im nahegelegenen Shinjuku Chuo Central Park gehen müssen. Ein Beamter sagte: „Wir fragen uns, ob die Tokyoter Stadtregierung darüber nachgedacht hat, welche Schwierigkeiten ihre Regelung anderen Menschen bringen würde.“

Gesetz wird 2020 noch ausgeweitet

In den meisten Schulen und Krankenhäusern ist das Rauchen bereits verboten. Doch erst mit dem neuen Gesetz wird es Pflicht. Im April nächsten Jahres, vor den Olympischen Spielen 2020 in Tokyo, wird das Gesetz komplett umgesetzt. Dann darf auch in Restaurants und öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr geraucht werden. Ausnahmen gelten für gastronomische Einrichtungen mit weniger als 100 Quadratmetern, die von Einzelpersonen oder kleinen bis mittleren Unternehmen geführt werden. Einige Kritiker sehen hier eine nicht konsequente Durchführung und eine Möglichkeit für Restaurants, die Regel zu umgehen. Sollten in größeren Restaurants Aschenbecher aufgestellt werden, werden sie von der Präfekturverwaltung abgemahnt. Bei einem wiederholten Verstoß werden die Restaurants mit Geldstrafen bis zu 500.000 Yen (4.078€) belegt.

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Quelle: kyodo, AS

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