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Reaktion auf Mobbing-Video aus Niigata zeigt veränderte Einstellung

Vergangene Woche erregte ein Video in Japan die Aufmerksamkeit, dass einen Schüler zeigte, der aufs Übelste gemobbt wird.

Das Video zeigt eine Gruppe von Schülern, die ihr Opfer mit einem Stock stoßen, schlugen und beleidigen. Dabei wurde der Vorfall live auf Instagram gestreamt.

Die Berichte in den japanischen Medien zeigen, dass ein Umdenken in der japanischen Gesellschaft stattfindet. Die Kommentar-Bereiche verschiedener Newsseiten werden aktuell von wütenden Usern förmlich überschwemmt, die sich entrüstet über die Tat äußern. Auch auf Twitter schreiben die Menschen, wie widerwärtig sie die Tat finden. Außerdem wird die Forderung laut, die Identität der Täter offen zu legen und diese zu bestrafen.

Aktuell ermitteln die Behörden in Niigata, wo der Vorfall stattgefunden hat, auf welche Hochschule das Opfer geht und versuchen herauszufinden, wer die Täter sind.

Gleichzeitig scheint das Video bei vielen Online-Spielern einen Nerv getroffen zu haben. Gerade in Online-Games herrscht ein rauer Ton und viele japanischer Online-Gamer solidarisieren sich mit dem Opfer.

Damit zeigt dieser Fall, dass viele Menschen Mobbing als eines der größten Probleme der japanischen Jugend darstellt. Allerdings sind viele auch der Meinung, dass zu wenig getan wird, um Mobbing zu verhindern.

Laut einer Webseite, die sich für Mobbing-Opfer einsetzt, wurde Japan Mitte der achtziger Jahre das Thema sehr stark heruntergespielt. Erst in den 1990er Jahren fing langsam ein Umdenken an.

Seitdem versucht die japanische Regierung, zusammen mit den Medien, viel um Mobbing zu beenden. Dabei werden teils ungewöhnliche Wege eingeschlagen, wie die Stadt Otsu vor Kurzem ankündigte. Die Stadt möchte mit Hilfe von KI Mobbing frühzeitig erkennen.

Geschichten von Mobbing-Opfern sollen Bewusstsein für die Situation schaffen.

Der deutlichste Wandel ist allerdings online zu sehen. Der Ton in Message-Boards verändert sich. Außerdem gibt es einige Online-Initiativen, die sich aktiv gegen Mobbing einsetzen. Immer wieder werden Täter an den Pranger gestellt, was auch dazu führte, dass eine Frau ihren Verlobten verlassen hat, weil dieser in der Schulzeit ein Täter war. Auf der anderen Seite werden die Geschichten der Opfer öffentlich gemacht, um so ein Bewusstsein für das Leid der Menschen zu schaffen.

Gerade letzteres wurde durch den Vorfall in Niigata noch einmal verstärkt. Immer mehr Menschen erzählen auf Webseiten von ihrem eigenen Trauma.

Zwar ist es unwahrscheinlich, dass dies zu einer Lösung des Problems führt, aber es zeigt, dass sich die Einstellung zum Thema Mobbing und inbesondere zu den Opfern ändert und dies auch langsam außerhalb des Internets stattfindet.

Quelle: TJT

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