Regierung beendet kostenlose Unterbringung für Fukushima-Evakuierte

Sieben Jahre ist es nun her, dass es nach dem Tsunami in der Präfektur Fukushima zur nuklearen Katastrophe im lokalen Kernkraftwerk kam. Viele Bewohner leben deswegen immer noch in kostenlosen Unterkünften oder provisorischen Wohnungen. Für mehrere Städte der Präfektur will die Regierung nun im März 2020 die Bereitstellung der kostenlosen Unterkünfte beenden.

Es ist das erste Mal, dass die Regierung direkt die Unterstützung beendet und eine Frist setzt. Der Stopp betrifft die Städte Okuma, Futaba, Katsurao, Iitate, Namie und Tomioka. 3.298 Haushalte sind vom Ende der staatlichen Hilfe betroffen. Das Ende der Unterstützung betrifft nicht nur private Unterkünfte, die der Staat bezahlt, provisorische Fertighäuser für die Evakuierten fallen ebenfalls weg.

Die Zentralregierung begründet die Beendung des Förderprogramms damit, dass die Betroffenen selbstständig Wohnraum finden und bezahlen können. Es kann jedoch noch anders kommen. Die Präfektur führt bei 1.661 Haushalten aus Okuma und Futaba eine Umfrage durch, ob man weiter kostenlose Wohnungen anbieten sollte.

Behelfsunterkünfte in fünf Gemeinden stoppt die Regierung bereits nächstes Jahr, da der Evakuierungsbefehl für die Orte aufgehoben ist. Bewohner mit besonderen Bedürfnissen können ein Jahr länger in den Behelfsunterkünften bleiben. Von 11 evakuierten Gemeinden gibt es nur noch für Futaba und Okuma einen Evakuierungsbefehl. Obwohl die Orte wieder als bewohnbar gelten, wollen viele nicht in die Heimat zurückkehren. Das ist jedoch schlecht für die Wirtschaft von Fukushima und die Regierung versucht, die Menschen zur Rückkehr zu bewegen.

Quelle: Mainichi Shimbun

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