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Rekord in Japan: mehr als 2 Millionen Menschen sind über 90 Jahre alt

In kaum einem anderen Land der Welt gibt es so viele Senioren wie in Japan. Nun hat die Zahl der über 90-Jährigen zum ersten mal einen Rekord erreicht. Über 2 Millionen Menschen gehen auf die Hundert zu. Die hohe Lebenserwartung der Japaner wäre eigentlich ein Grund zum Feiern, wenn die Bevölkerung nicht gleichzeitig schrumpfen würde.

In Japan trifft eine der niedrigsten Geburtenraten auf eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt. Eine Frau bringt durchschnittlich nur noch 1,4 Kinder auf die Welt und gleichzeitig werden die Menschen hier immer älter und gesünder. Ein Viertel der Bevölkerung ist heute schon mindestens 65 Jahre alt. Knapp 68.000 Menschen sind sogar älter als 100 Jahre. Demographischen Prognosen zufolge wird der Anteil der Greise an der Bevölkerung in den kommenden Jahren weiter zunehmen, was das Land vor schwerwiegende Probleme für die Wirtschaft und den Sozialstaat stellt. Sollten keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden, um mehr Senioren, Arbeitslose, Zuwanderer oder Frauen am Erwerbsleben zu beteiligen, wird die arbeitende Bevölkerung stark abnehmen. Wenn die Zahl der Erwerbstätigen zurückgeht, wer finanziert dann die Pensionen der Alten und wer pflegt sie?

Ausländische als Lösungsansatz für den rasant fortschreitenden demographischen Wandel?

Experten zufolge müsste Japan seinen Arbeitsmarkt für ausländische Arbeitskräfte zugänglicher machen, um dem demographischen Wandel entgegenzuwirken, doch Immigration ist in Japan nach wie vor ein heikles Thema. Kaum eine andere Industrienation der Welt ist so restriktiv, wenn es um die Aufnahme von ausländischen Arbeitskräften geht. Der Ausländeranteil in Japan liegt nur bei knapp 2% und die japanische Immigrationspolitik sieht vor, größtenteils nur hochqualifizierte Arbeitskräfte ins Land zu lassen.

Besonders restriktiv ist die japanische Asylpolitik. Von insgesamt 10,901 Menschen, die im Jahr 2016 Asyl beantragt haben, wurden gerade einmal 28 akzeptiert. Zwar gehört Japan zu den größten Geldgebern für internationale Entwicklungsprojekte und Flüchtlingshilfen, aber laut Premierminister Shinzo Abe muss das Land zuerst nationale Probleme lösen und die Teilnahme von Frauen und Älteren am Arbeitsmarkt fördern, bevor es sich mit Fragen der Einwanderungspolitik beschäftigen kann.

Bildrechte: Flickr Creative Commons © John Gillespie

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