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Report deckt Kultur der Angst an den Baustellen der Olympischen Spiele in Tokyo auf

Laut einer Untersuchung des Building and Wood Workers International (BWI), sind die Bedingungen an den Baustellen der Olympischen Spiele in Tokyo „alarmierend“.

Der Bericht, der den Titel „The Dark Side of the Tokyo 2020 Summer Olympics“ trägt, basiert auf Interviews mit Bauarbeitern. Es werden niedrige Löhne, Überarbeitung und schlechter Zugang zu Beschwerdemechanismen beschrieben. Außerdem ist von einer „Kultur der Angst“ die Rede.

Das BWI will ein Ende der gefährlichen Überarbeitung erreichen und verweist auf das Beispiel der Bauarbeiter im Nationalstadion und im Olympiadorf, die berichteten, dass sie bis zu 26 bzw. 28 aufeinander folgende Tage arbeiten mussten.

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„Die Olympischen Sommerspiele in Tokyo 2020 waren die Gelegenheit für Japan, einige der seit langem bestehenden Lücken in der Bauwirtschaft in Japan zu schließen, aber diese Probleme haben sich nur noch verschärft“, sagte BWI-Generalsekretär Ambet Yuson.

„Die Löhne bleiben niedrig, gefährliche Überarbeitungen sind weit verbreitet, und die Arbeitnehmer haben nur begrenzten Zugang zu den Möglichkeiten, ihre Probleme anzugehen“, so Yuson.

Dabei hat Japan bereits mit einem akuten Arbeitskräftemangel in dem Sektor zu kämpfen. Laut des Berichts kommen auf jeden Arbeiter 4,3 offene Stellen. Gleichzeitig kommt es aber auch zu einer Zunahme der Bautätigkeit in Japan.

In dem Bericht wurde der Fall im Nationalstadion als besonders schwerwiegend hervorgehoben. Dabei wird von der Ablehnung einer Beschwerde über die Verletzung eines Arbeitnehmers berichtet, weil sie von einer Gewerkschaft und nicht von der geschädigten Partei eingereicht worden sei. Die angebliche Ablehnung „stellt eine schwere Verletzung des Rechts auf Vertretung dar, eine Kernkomponente des Rechts auf Vereinigungsfreiheit“, sagte der Verband im Bericht.

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Das BWI entsandte im September letzten Jahres eine Delegation nach Tokyo, um sich mit wichtigen Entscheidungsträgern zu treffen und die „Bedingungen für die Arbeitnehmer beim Bau der Olympiastätten von Tokyo 2020“ zu untersuchen.

Ihre Ergebnisse wurden durch Interviews untermauert, die BWI und seine japanische Tochtergesellschaft, der National Federation of Construction Workers‘ Unions, im Februar mit Arbeitern führten, die am Bau des Nationalstadions und des Olympiadorfes beteiligt waren.

Mit der „Globalen Sportkampagne für menschenwürdige Arbeit und darüber hinaus“ untersucht das BWI seit über 10 Jahren internationale Sportgroßveranstaltungen, um „die Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer zu gewährleisten, die alle Projekte im Zusammenhang mit Großsportveranstaltungen durchführen“.

Quelle: Kyodo, TJT

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