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HomeNachrichten aus JapanRestaurant in Japan schaltet Online-Stellenanzeige und wird mit Bewerbungen überschwemmt

Das Restaurant blickt auf eine 120 Jahre alte Geschichte zurück und möchte diese weiterführen

Restaurant in Japan schaltet Online-Stellenanzeige und wird mit Bewerbungen überschwemmt

Die Suche nach dem perfekten Job ist in Japan genauso schwer wie überall sonst auf der Welt. Eine Reihe von Faktoren spielen bei einer solchen Entscheidung eine Rolle. Neben dem Gehalt geht es auch um die Arbeitszeit, den Standort des neuen Arbeitsplatzes und der Reputation des Unternehmens in der Öffentlichkeit.

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All das und noch mehr müssen Arbeitgeber berücksichtigen, wenn sie eine Stellenanzeige herausgeben. Recruiting-Agenturen erklären aber auch immer wieder, dass auch die Art und Weise, wie ein neuer Job beworben wird, die Entscheidung beeinflussen kann. Ein ehemaliger Redakteur einer japanischen Webseite hat sich ebenfalls für eine Stelle als Recruiting-Agent entschieden und hilft jetzt Unternehmen dabei, neue Angestellte zu finden.

Wenige geänderte Wörter sorgen für eine Flut an Bewerbungen

Er veröffentlichte auf seinem Twitter-Account eine Stellenanzeige, die auf dem sozialen Netzwerk vorher schon viral gegangen war. Dabei zeigt er, dass nur durch die Änderung einiger Worte dafür sorgte, dass das entsprechende Restaurant mit Bewerbungen schier überschwemmt wurde.

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Zum ersten sucht das Soba-Restaurant nicht mehr einfach nur nach einem Angestellten, sondern nach einem „Handwerker für Nudeln„. Die Tatsache, dass man eine 120 Jahre währende Tradition besitzt und viele Gäste von überall anzieht, interessierte kaum einen Bewerber. Die Tatsache allerdings, dass man den ganzen Tag nicht mit anderen sprechen müsste, sorgte dafür, dass sich sehr viele Menschen plötzlich angesprochen fühlten.

Tradition reicht in Japan nicht mehr, umiInteressant zu sein

Während die lange Geschichte eines Unternehmens kaum jemanden interessiert, ist die Frage nach der individuellen Ausgestaltung des Arbeitsplatzes schon wesentlich interessanter. Das ließ sich auch aus den Kommentaren zu den verschiedenen Stellenanzeigen herauslesen. Viele halten die Hinweise auf die Geschichte und die Gäste für unnötige Prahlerei, gleichzeitig gefällt den anderen Twitter-Nutzern, dass die geänderte Werbeanzeige aus dem Pool der 0-8-15-Anzeigen heraus sticht und schon deswegen eher ansprechend rüberkommt.

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Außerdem zeigt die Stellenanzeige, dass auch traditionelle Künstler und Anbieter traditioneller Handwerkskunst lernen müssen, über den Tellerrand hinaus zu sehen, um in der heutigen modernen Welt konkurrenzfähig zu bleiben.

HK

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