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Tokyo zahlt keine Kompensation an große Unternehmen

Restaurantketten in Tokyo widersetzten sich offen den Corona-Maßnahmen der Stadtverwaltung

Eine Reihe von Restaurantketten in Tokyo widersetzten sich offen der Aufforderung der Stadtverwaltung früher zu schließen.

Die Menschen nutzen das Angebot gerne und so sind die Restaurants gut besucht, obwohl die Stadtverwaltung auch darum gebeten hat, dass die Einwohner nach 20 Uhr zu Hause bleiben.

Restaurantketten können sich Umsatzausfall nicht leisten

So zum Beispiel im Stadtteil Nishizabu, ein beliebter Fleck zum Ausgehen in Tokyo. Zwar sind die meisten Restaurants und Bars geschlossen, doch die Kette Gonpachi, die an einer Kreuzung liegt, hat weiterhin geöffnet.

Mehr zum Thema:  Infektionsschutzmaßnahmen der Restaurants stoßen in Japan auf Ablehnung

Der Betreiber Global Dining kommt der Aufforderung zur Verkürzung der Öffnungszeiten für seine rund 30 Restaurants in Tokyo und drei umliegenden Präfekturen nicht nach. Ein PR-Chef des Unternehmens erklärte: „Wir sind darauf vorbereitet, dass die Regierung unsere Restaurants öffentlich nennen wird, weil wir nicht schließen.“

Auch Ikka Dining Project, die Restaurants wie zum Beispiel das Hakata Gekijo betreibt, hat mittlerweile nach 20 Uhr wieder geöffnet. Das Unternehmen hatte zuerst die Öffnungszeiten der 70 Restaurants gekürzt, aber sich am 9. Januar umentschieden.

In einer Mitteilung des Unternehmens, die am 12. Januar auf der Website veröffentlicht wurde, betonte CEO Taro Takenaga: „Es ist auch unsere Berufung, die Arbeitsplätze der Menschen zu schützen.“

In der Mittlung heißt es, dass, wenn das Unternehmen den Forderungen nach verkürzten Arbeitszeiten nachkommen würde, seine insgesamt über 1.000 Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten und seine Handelspartner nicht mehr bezahlt werden können.

Der Grund für die Entscheidung der beiden Unternehmen, sich öffentlich über die Forderungen der Präfektur- und Stadtverwaltung hinwegzusetzen, liegt in der Höhe der Kompensationszahlung, die gezahlt werden, wenn die Unternehmen den Aufforderungen nachkommen.

Tokyo zahlt Subvention nur an kleine Unternehmen

Pro Restaurant können Unternehmen 60.000 Yen pro Tag erhalten, aber die Stadtverwaltung in Tokyo beschränkt die Zahlungen auf Einzelhändler und mittlere und kleine Unternehmen, die ein Kapital von 50 Millionen Yen oder weniger haben oder 50 Mitarbeiter oder weniger. Große Unternehmen sind davon ausgenommen.

Einige Restaurantketten, die nicht für die Hilfe der Stadtregierung infrage kommen, haben beschlossen, ihre Geschäfte zu schließen. Monteroza Co., das japanische Kneipenketten wie Uotami betreibt, gab bekannt, dass es nacheinander 61 seiner 337 Läden in der Hauptstadt komplett schließen wird.

In der Erwartung, dass verkürzte Öffnungszeiten zu einem Umsatzrückgang führen werden, traf das Unternehmen die Entscheidung, dass es ohne eine Reduzierung der Personal- und Mietkosten sehr schwierig werden würde, das Geschäft aufrechtzuerhalten. Ein Leiter der Firma sagte: „Wir wollten eine Art Botschaft an die Stadtregierung senden, also haben wir beschlossen, einige unserer Geschäfte zu schließen.“

Einige große Unternehmen versuchen auch, die Verwaltung von Tokyo dazu zu bewegen, sie in den Kreis der Unternehmen aufzunehmen, die für die Kompensationszahlung infrage kommen.

Die in Tokyo ansässigen Firmen Kiwa Corporation Co., die unter anderem die chinesische Restaurantkette Hong Hu Jiao Zi Fang betreibt und Daisyo, der Betreiber der japanischen Kneipenkette Syoya und einige andere Bars, schickten am 13. Januar jeweils ihre eigenen Anträge auf Aufnahme in die Liste an die Stadtverwaltung.

Hinter der Entscheidung der Metropolverwaltung, die Zahlungen auf kleine und mittlere Unternehmen zu beschränken, steht der Zustand ihrer sich verschlechternden Finanzen als Folge der Coronavirus-Pandemie. Sie hat bereits mehr als zwei Billionen Yen  zugewiesen,  aber der Stadt geht langsam das Geld aus.

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