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Frage nach dem Sinn Restaurants wieder zum Teil der Maßnahmen zu machen

Restaurants in Tokyo reagieren gemischt auf die Bitte, die Öffnungszeiten zu kürzen

Tokyo hat Restaurants am 25. November gebeten, ihre Öffnungszeiten zu verkürzen, um so die erneute Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

Die Reaktionen fielen dieses Mal allerdings gemischt aus und viele Restaurantbetreiber beklagen, dass sie erneut Opfer bringen müssen.

Reagieren Tokyos Behörden fadenscheinig?

Daher gibt es auch nicht wenige Betreiber, die darüber nachdenken, ob sie der Bitte der Stadt nachkommen sollen oder nicht. Da die Stadt nur bitten kann, gibt es keine rechtlichen Konsequenzen für Restaurants, wenn sie der Bitte nicht nachkommen.

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Die 76-jährige Restaurantbetreiberin Yoko Matsunaga sagte über die Bitte der Stadtverwaltung von Tokyo: „Wenn wir ihr nicht Folge leisten, wird man uns missbilligende Blicke zuwerfen. In Anbetracht der öffentlichen Meinung habe ich keine andere Wahl, als mich daran zuhalten.“

Das bedeutet allerdings nicht, dass Matsunaga nicht unzufrieden ist. Da sie viele Maßnahmen gegen eine Infektion getroffen hat, fragt sie sich: „Warum werden immer wieder Restaurants zum Gegenstand dieser Einschränkungen gemacht?“

Was die geforderte Sperrstunde ab 22.00 Uhr von Ess- und Trinklokalen betrifft, fragt sie sich, wie viel Wirkung das wirklich hat. „Versuchen die Behörden nur das Bild zu vermitteln, dass sie wirksame Maßnahmen ergreifen?“, fragt sie sich.

Anders sieht es ein Manager einer Bar: „Wenn kleine Betriebe wie wir 20.000 Yen bekommen können für jeden Tag, an dem wir die Einschränkungen befolgen, kommen wir dem gerne nach“.

Die Zahl der Kunden ist auf ein Drittel der Zahl der Tage vor der Pandemie gesunken. „Unsere Stammkunden arbeiten alle aus der Ferne und gehen nicht in ihre Büros. Ich glaube nicht, dass Shimbashi jemals wieder so werden wird, wie es war“, so der Manager.

Der Betreiber eines Host-Clubs in Kabukicho sagte, dass er noch überlegt, was er machen wird.

Selbst wenn der Club die finanzielle Unterstützung von 400.000 Yen von der Stadtregierung von Tokyo annehmen würde, würden die Einnahmen des Clubs sinken, wenn er früher schließt. Der Dezember ist in der Regel ein umsatzstarker Monat, in dem Veranstaltungen im Zusammenhang mit Weihnachten viel Geld einbringen. „Ich werde eine Entscheidung auf der Grundlage von Trends in der Branche treffen“, so der Manager.

Auch große Ketten sind betroffen

Skylark Holdings Co., ein Betreiber von Familienrestaurants wie Gusto in der Tokyoter Vorstadt Musashino, plant, der Forderung nach verkürzten Öffnungszeiten in ihren Restaurants in der Hauptstadt nachzukommen.

Seit sich das Coronavirus im ganzen Land ausgebreitet hat, hat das Unternehmen versucht, sein Konzept zu überarbeiten, in der Annahme, dass die Nachfrage nach Essen, das man tagsüber zu Hause genießen kann, steigen würde. Bereits im Juli wurde der Spätdienst abgeschafft, und ein PR-Vertreter des Unternehmens sagte, man erwarte keine große Verwirrung durch die Einführung kürzerer Geschäftszeiten.

Kushikatsu Tanaka kürzte die Öffnungszeiten seiner direkt verwalteten Filialen nicht, als die Stadtverwaltung im August die Unternehmen bat, die Öffnungszeiten zu kürzen. Es gibt bestätigte COVID-19-Infektionen unter den Angestellten, aber das Unternehmen hat betont, dass es sehr gründliche Vorkehrungen getroffen hat.

Ein Unternehmensvertreter sagte: „Da die Zahl der Infizierten zunimmt, überrascht uns die Forderung der Stadtverwaltung von Tokyo nach kürzeren Geschäftszeiten nicht. Wir werden darüber nachdenken, wie wir darauf reagieren sollen.“

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