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Mehrere hundert Jahre alter Baum war Regenmassen nicht gewachsen

Riesiger heiliger Zedernbaum in Mizunami umgefallen

In den letzten Tagen wurden weite Teile von Japan von starken Regenfällen getroffen. Auch in der Präfektur Gifu kam es zu massiven Niederschlägen. Ein heiliger Zedernbaum in der Stadt Mizunami konnte den Wassermassen wohl nicht standhalten. Er kippte kurzerhand um und richtete großes Chaos an.

Am Samstag um etwa 10:40 Uhr meldete ein Bewohner in der Nähe des Shinmei Schreins, dass ein Baum umgestürzt sei und er nicht ihr Haus verlassen könnte. Eintreffende Feuerwehrleute und weitere Helfer stellten jedoch fest, dass es sich um keinen normalen Baum handelte. Es war der heilige Zedernbaum des Schreins, der eine Höhe von 40 Metern und einen Umfang von 11 Metern hatte.

Wie durch ein Wunder keine Verletzten

Die riesige Größe des Baums ist seinem Alter zuzuschreiben, das laut Experten bereits zwischen 1.200 bis 1.300 Jahre beträgt. Glücklicherweise traf der Koloss das Wohnhaus nicht direkt. Die fünf Familienmitglieder sowie zwei Nachbarn blieben komplett unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon. Zusätzlich erlebten 40 Haushalte im Okuta ein Stromausfall, da die Zeder Stromleitungen beschädigte.

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Da sich der Baum leider nicht anderes beseitigen ließ, musste er in Einzelteile zersägt werden. Einheimische halfen bis Sonntagabend dabei, mit Kettensägen und anderen Werkzeugen den Stamm zu zerteilen und von der Straße zu räumen. Der Baum wurde 1956 von der Präfekturregierung als Naturschatz deklariert und wurde vom Schrein als heilig betrachtet.

Große Bäume sind gefährdet

Warum der Baum umkippte ist noch nicht offiziell geklärt. Behörden glauben jedoch, dass der Regen den Boden am Schrein so stark aufgeweicht hatte, dass der Baum keinen halt mehr hatte und umfiel. Ein Senior berichtete, dass sie versucht hatten, die Erde am Baum auszutauschen. Er wüsste aber, dass er vermutlich umfallen würde. Nun sei er nur froh, dass niemand zu Schaden kam.

Ein Holzhändler aus Mie gab hingegen an, dass die Wurzeln des Baums viel zu flach und unausgebildet sein, um einen Baum der Größe ausreichend zu stützen. Es fühle sich für ihn an, als wenn immer mehr riesige Bäume in den letzten zehn Jahren nach starken Stürmen und Überschwemmungen umgekippt sind. Er ruft deswegen zu Gegenmaßnahmen auf, um sie besser zu schützen.

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NHK

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