Anzeige
HomeNachrichten aus JapanRiesiger schwebender Kopf über Tokyo sorgt für Verwirrung

Kunstprojekt erstaunt weltweit

Riesiger schwebender Kopf über Tokyo sorgt für Verwirrung

In Japans Hauptstadt kommt es immer wieder zu ungewöhnlichen Aktionen, die für Aufsehen sorgen. Am Freitag schwebte nun ein riesiger Kopf über der Stadt, der den Menschen jedoch Rätsel aufgab.

Anzeige

Am Freitagmorgen um etwa 6 Uhr stieg über dem Yoyogi-Park im Stadtviertel Harajuku ein großer Kopf in Schwarz, Weiß und Grau auf. Beim genaueren Hinsehen stellte sich das Objekt als ein 20 Meter hoher Heißluftballon heraus, der mit Seilen am Boden gehalten wurde.

Ballon wurde mit Menschen weltweit erstellt

Der Heißluftballon stammt von der Kunstgruppe „Me“ und wurde unter dem Projektnamen „Masayume“ steigen gelassen. „Me“ steht für das japanische Wort für Auge und es ist damit gemeint, dass etwas so offensichtlich ist, dass es nicht mehr bemerkt wird. Die Gruppe hat bereits an mehreren Ausstellungen und Festivals teilgenommen.

LESEN SIE AUCH:  Pilot zaubert Smileys in den Himmel über Tokyo

Seit 2019 wurde an dem Ballon gearbeitet und am Freitag feierte er jetzt seine Premiere. Am Nachmittag verschwand der Kopf wieder in den Bäumen des Parks und tauchte nur kurz wieder auf. Das ganze Spektakel konnte online über einen offiziellen Livestream verfolgt werden.

Anzeige

An der Auswahl des Gesichts waren mehr als 1.000 Menschen aus der ganzen Welt beteiligt. Zusammen beschlossen sie, wer auf den Ballon sollte. Am Ende konnte sich auf eine Person geeinigt werden, die als „Gesicht der Philosophie“ bezeichnet wurde.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Inhalt laden

Ob der Ballon in den nächsten Tagen nochmal zu sehen ist, ist noch nicht klar. Sicher ist aber, dass die Menschen nun nicht mehr ganz so überrascht sein werden.

Die Menschen sollen eine andere Perspektive sehen

Das Projekt wurde von der Regierung von Tokyo unterstützt und sollte eigentlich letztes Jahr zu den Olympischen Spielen starten. Da diese aber verschoben wurden, verschob sich auch die Aktion. Das sorgte auch dafür, dass sich der Fokus der Idee ein wenig änderte. Auf der offiziellen Webseite wurde die Aktion etwas genauer erklärt.

Nach mehr als einem Jahr Pandemie sind die Gefühle der Menschen immer noch unsicher und es fällt schwer nach vorne zu gehen. Zwar lassen sich die verschiedenen wirtschaftlichen und anderen Perspektiven nicht vermeiden, aber sie würden nicht die Realität einfangen, weswegen es die „Perspektive der Dinge“ benötigt, so die Künstler.

Egal, wie schwer die Situation ist, die Menschen sollen versuchen sie zu sehen und mit Sensibilität einfangen. Es gehe dabei nicht immer nur ums reine Überleben. Es sei zwar schwer mitten in der Krise, die Menschen sollen aber nicht aufhören zu schauen.

Es geht ums Jetzt

Der Ballon stellt den Kopf einer realen Person dar. Es soll nun über die sozialen Medien und Massenmedien aus vielen verschiedenen Perspektiven gesehen werden. „Und dieses Gesicht wird vom Himmel der Pandemie auf uns zurückblicken, als ob es sagen würde, dass wir für diese Situation verantwortlich sind“, erklärte die Gruppe weiter.

Wie die Menschen wird Masayume weiterhin die Schwierigkeiten „angucken“. Die Gruppe will für die Zukunft auch ihre Vorstellungskraft teilen, egal was sonst noch passiert. Für sie geht es ums Jetzt und wie man es sieht. Ein motivierender Gedanke, denn ein Ende der Pandemie ist immer noch nicht in Sicht.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Neuste Artikel