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Riss im Shinkansen-Vorfall entstand durch unsachgemäße Herstellung

Japan – während einer Pressekonferenz in Osaka hat West Japan Railway Co. bekannt gegeben, dass der Riss im Shinkansen im Dezember durch eine unsachgemäße Produktion verursacht wurde.

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Im Dezember stellte West Japan Railway Co. bei einem ihrer fahrenden Shinkansen einen Riss im Fahrwerk fest. Der Vorfall wurde als erster schwerer Shinkansen-Vorfall betitelt und gründlich untersucht. Nun hat eine Sonde des Eisenbahnbetreibers festgestellt, dass der Stahlrahmen des fraglichen Fahrwerks nur 4,7 Millimeter dick war, statt der für die Sicherheit des Bauteils geforderten 7 Millimeter. Laut Kawasaki Heavy Industries Ltd., die zur selben Zeit eine Pressekonferenz in Kobe abhielten, haben Mitarbeiter den Boden des Fahrgestellrahmens abgekratzt, um die Oberfläche zum Schweißen vorzubereiten.

Allerdings stand im Produktionshandbuch, dass es verboten sei, die Stellen abzuschleifen, da dies die Produktionsstärke schwächen und so eine Gefahrensituation entstehen könnte. Laut dem Bahnbetreiber waren von den 303 Fahrgestellen, die von 2007 bis 2010 von Kawasaki Heavy Industries Ltd. gekauft wurden, etwa 100 dünner, als sie eigentlich sein müssten, um die Sicherheit zu gewährleisten. Der Riss wurde am 11. Dezember 2017 an dem Nozomi Nr. 34 Shinkansen-Zug festgestellt, der von Hakata nach Tokyo fuhr.

JR West konnte den Zug damals nicht sofort anhalten, nachdem ein ungewöhnlicher Geruch und Lärm bemerkt wurden und ließ den Zug noch drei Stunden fahren, ehe er am Bahnhof von Nagoya überprüft wurde. Dort wurde festgestellt, dass der Stahlrahmen des Fahrgestells kurz davor war, auseinanderzubrechen. Der festgestellte Riss war 16 cm lang, auf einer Seite 14 cm hoch und auf der anderen Seite sogar 17 cm hoch. Doch die unsachgemäße Produktion von Kawasaki Heavy Industries Ltd. kam erst ans Licht, nachdem eine Reihe japanischer Hersteller in Produktionsqualitätsskandale verwickelt wurde.

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Auch die Herstellung von Produkten durch Kibe Steal Ltd. und eine Tochtergesellschaft des Faserherstellers Toray Industries Inc., waren in den Vorfall verwickelt. Für Kawasaki Heavy Industries Ltd. ist der Vorfall besonders unangenehm, da sie erst Anfang des Jahres einen 3,7 Milliarden Dollar Deal gewonnen haben, bei dem sie Wagons für die New Yorker U-Bahn bauen sollen. Auch Central Japan Railway Co. stellte fest, dass 46 der 130 von Kawasaki Heavy Industries Ltd. hergestellten Fahrwerke dünner sind, als benötigt. Aus diesem Grund teilte Central Japan Railway Co. mit, dass sie diese bis Ende diesen Jahres ersetzten werden.

Der Präsident von Kawasaki Heavy Industries Ltd., Yoshinori Kanehana, hat sich bereits für den Vorfall entschuldigt und mitgeteilt, dass er drei Monate auf die Hälfte seines Gehalts verzichten wird, um die Schuld auf sich zu nehmen. Außerdem wird das Unternehmen für die Kosten, die JR West und JR Central durch das Wechseln der defekten Fahrwerke entstehen, vollständig aufkommen. Kijima von JR West forderte die Hersteller auf, ihre Produktion und Qualität strenger zu überprüfen. Außerdem sagte Kijima, dass die Hersteller und Bahnbetreiber besser als Einheit zusammenarbeiten müssen, um die Sicherheit zu gewähren.

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