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Rugby-Weltmeisterschaft löst Diskussionen über das Benehmen von Fans und ausländischen Medien aus

Zu viel Bier und einige Fehltritte

Japanische Social-Media-Nutzer diskutieren zurzeit viel über die Rugby-Weltmeisterschaft im Land. Dabei geht es allerdings nur wenig um den Erfolg der eigenen Nationalmannschaft, sondern mehr um die Probleme, besonders mit ausländischen Fans.

Vor allem äußern sich viele Nutzer besorgt darüber, wie es sich wohl bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokyo entwickeln wird.

Auf Händen getragen kommt nicht so gut an

Ein Video, über das sehr viel diskutiert wird, zeigt französische Fans, die mitten in einem Zug Crowdsurfen. Der Spaß eskalierte schnell, schreiben Twitter-Nutzer, denn andere Fahrgäste wurden zum Beispiel getreten. Fairerweise muss man erwähnen, dass viele französische Fans nach dieser Aktion den Zug verlassen hatten, um von den crowdsurfenden Landsleuten wegzukommen.

Trotzdem erzeugte das Video einigen Unmut und viele stellen sich die Frage, ob sich ausländische Fans immer so verhalten und wie es wohl zu den Olympischen Spielen, bei denen ja weit mehr Menschen erwartet werden als zur Rugby Weltmeisterschaft, werden wird.

Ein weiterer, oft geteilter Clip zeigt, wie ausländische Fans auf den Straßen mit Fahnen werfen als seien sie Speere, was große Besorgnis auslöste.

Auch von den singenden irischen Fans in einem Zug der Hanzomon-Linie waren viele Japaner nicht gerade begeistert, was nicht daran lag, dass sie total schief gesungen haben.

In den japanischen Medien wird ebenfalls sehr viel darüber berichtet, wie sich manche Fans benehmen. Selbst wenn es natürlich bei der Presse üblich ist, den Fokus gerade auf die Menschen zu legen, die sich danebenbenehmen.

Nicht jeder Rugby-Fan trinkt Bier

Ein weiteres Problem ist die Sache mit dem Bier. Im Vorfeld der WM gab es Zweifel, ob die Bierversorgung mit den Rugby-Fans mithalten kann. Nun weiß man: Sie kann es.

Aber wegen der Sorge um den Bierdurst der Fans hat man leider vergessen, auch an die Menschen zu denken, die keine alkoholischen Getränke trinken oder etwas essen möchten. Denn von beidem gibt es in den Stadien zu wenig. Auch darüber wird sehr viel auf den Social-Media-Plattformen in Japan diskutiert. Den Veranstaltern wird vorgeworfen, sich zu sehr auf ein Problem fixiert zu haben.

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Nicht mit Schuhen …

Eine weitere Diskussion ist über das Verhalten ausländischer Medien entbrannt. Oftmals steht nämlich nicht der Sport im Fokus, sondern auch die Ausschweifungen der Fans, was nicht sehr gut bei Social-Media-Nutzern in Japan ankommt.

Besonders kritisch aufgenommen wurde der Versuch von ITV, eine Kulisse im japanischen Stil für die Berichterstattung zu bieten. Dafür wurden im Studio Tatami ausgelegt, was an sich kein Problem war. Leider hatten die Gäste aber vergessen, dass man die Schuhe auszieht, bevor man auf einen Tatami tritt.

Es gibt noch einige weitere Beispiele, die hier beschriebenen zeigen jedoch, dass es noch einige Probleme zu lösen gibt, und zwar von beiden Seiten.

Die Rugby-Weltmeisterschaft als Testlauf für die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo

Ausländische Medien sollten vielleicht nicht versuchen, mit Biegen und Brechen Japan zeigen zu wollen und Fans sollten sich öfters einmal überlegen, dass man in Japan mit seinem Jubel vielleicht anders umgehen sollte.

Auf der anderen Seite sollte Japan aufhören in Klischees zu denken. Bier gehört dazu, aber nicht jeder Fan ist gleich und vielleicht sollte man auch überlegen, dass es kleine Regeln gibt, die man nicht ganz so engstirnig, jedenfalls für eine kurze Zeit, sehen sollte.

Aber allen Problemen zum Trotz, in Japan sind sich alle einig: Rugby-Fans sind viel netter als Fußball-Fans und viele ausländische Medien loben Japan für die große Gastfreundschaft und das Bemühen, den Fans eine tolle Rugby-Weltmeisterschaft zu bieten.

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