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Zu den Olympischen Spielen soll es die Initiative ebenfalls geben

Rugby-WM in Japan begrüßt und unterstützt LGBT+ Fans mit Pride House

Am Freitag fiel der Startschuss für die Rugby-WM 2019 in Japan. Zahlreiche Fans aus der ganzen Welt reisen extra für das große Ereignis an und Japan heißt sie herzlich willkommen. Tokyo hat zusätzlich für Fans, die zur LGBT+ Community gehören, ein besonderes Pride House organisiert.

Das Pride House Tokyo 2019 ist im Harajuku-Distrikt in den Räumlichkeiten für Wohltätigkeitsorganisation zu finden und hat bis zum 4. November geöffnet. Es soll dabei nicht nur die ausländischen Gäste willkommen heißen, sondern gleichzeitig positive Informationen über sexuelle Minderheiten verbreiten.

Ein sicherer Ort für sexuelle Minderheiten

In einer Bibliothek gibt es Bilderbücher aus der ganzen Welt für Kinder, die über sexuelle Minderheiten aufklären. Ebenfalls ist eine Veranstaltung geplant, wo der offen homosexuelle Rugby-Schiedsrichter Nigel Owens aus Wales spricht. Er hatte am Freitag die große Ehre beim Eröffnungsspiel zwischen Japan und Russland zu pfeifen.

Zusätzlich funktionieren die Räumlichkeiten als sicherer Ort für die Menschen. Wer sich also im Zeitraum der Weltmeisterschaft bedroht fühlt oder anderweitig Probleme hat, findet dort Hilfe.

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Es ist die erste Initiative während einer Rugby WM, die sich mit dem Bewusstsein für sexuelle Minderheiten beschäftigt. Gleichzeitig ist es Japan ebenfalls das erste Mal, dass es so ein Pride House gibt. Das Haus ist dabei Teil einer Initiative aus Einzelpersonen, Unternehmen und gemeinnützigen Gruppen, die Organisatoren gerne bei den Olympischen Spielen weiterführen wollen. Schon seit 2010 gibt es bei den Spielen und anderen internationalen Sportveranstaltung solche Aktionen.

Japan denkt jedoch sogar noch weiter. Die Organisatoren des Hauses wollen nach der Rugby-WM und den Olympischen Spielen eine dauerhafte Einrichtung als LGBT-Zentrum errichten, das als Erbe der Spiele dienen soll. Es soll dabei besonders für jüngere Menschen als Beratungsdienst und Unterstützungszentrum dienen.

Sport kämpft immer noch für Toleranz

Wie wichtig solche Initiativen sind, erklärte Gon Matsunakau, der Präsident des Konsortiums hinter dem Pride House Tokyo. Besonders im Profisport ist es nach wie vor schwierig für sexuelle Minderheiten, die ihre Orientierung verstecken müssen. Aus dem Grund gilt der Sport noch als letzte große Grenze, die es zu überwinden gilt. Deswegen hofft Matsunakau, dass die Zusammenarbeit mit Rugby eine Möglichkeit ist, um die Welt des Sports zu verändern.

Vizepräsident des japanischen Rugby-Spielerverbandes Shin Kawamura stimmt Matsunakau zu. Er ist selbst Spieler und weiß wie schwer es in der Sportwelt für die Sportler ist, über diese Themen zu sprechen. Deswegen findet er es wichtig, dass die Spieler ihre Meinung der Problematik der japanischen Gesellschaft und Welt vermitteln.

Rugby als Teil der Bewegung

Da Rugby sehr locker mit seinen Anforderungen für ausländische Spieler ist, sei es dazu ein gutes Beispiel für Vielfalt. Kawamura glaubt darum daran, dass der Sport in Japan die Bewegung anführen kann, um die Denkweise und den Wert von Vielfalt zu normalisieren.

Um ein deutliches Zeichen zu setzen, unterschrieb das Konsortium mit der Japan Rugby Players Association und der Tokyo Marathon Foundation einen Brief für die Zusammenarbeit in der Thematik. Sie wollen gemeinsam ein besseres Verständnis für sexuelle Minderheiten fördern und LGBT+ freundliche Sportveranstaltung organisieren.

Aktuell gibt es so kaum aktive professionelle Rugby-Spieler, die sich offen zur LGBT+ Community zuordnen. Allerdings gab es bereits mehrere bekannte Spieler und Spielerinnen, die sich outeten. Viele trauen sich aus Angst vor negativen Reaktionen jedoch erst nach dem Ende ihrer Kariere sich zu ihrer Ausrichtung zu bekennen. Zusätzlich gibt es den International Gay-Rugby-Verband, der weltweit aktiv ist.

Kyodo

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