Anzeige
HomeNachrichten aus JapanRussland stoppt Visafreiheit für besetzte japanische Inseln

Reaktion auf die japanischen Sanktionen

Russland stoppt Visafreiheit für besetzte japanische Inseln

Russland hat die Visafreiheit für die besetzten japanischen Inseln als Reaktion auf die japanischen Sanktionen aufgekündigt.

Anzeige

Die russische Regierung veröffentlichte am Montag ein von Premierminister Michail Mischustin unterzeichnetes Dokument über den Ausstieg aus dem Abkommen.

Visafreiheit sollte unkompliziertes Reisen ermöglichen

Die Visafreiheit sollte es Bewohnern der in Russland südlichen Kurilen und in Japan nördliche Territorien genannten Inseln – Etorofu, Kunashiri, Shikotan und die Inselgruppe Habomai, ermöglichen, unkompliziert nach Japan zu reisen. Auch Menschen aus Japan sollte es so ermöglicht werden, unkompliziert die Gräber ihrer Familien auf den Inseln zu besuchen.

LESEN SIE AUCH:  Russland stört die japanische Kombu-Ernte

Am Dienstag sagte Japans Premierminister Fumio Kishida, dass seine Regierung Protest eingelegt hat. Zudem bezeichnete er den Schritt der russischen Regierung als völlig inakzeptabel. Japans Außenminister Yoshimasa Hayashi sagte, dass man noch nicht von Russland über die Entscheidung informiert worden sei.

Anzeige

Die russische Regierung hatte bereits im Mai angekündigt, die Visafreiheit aussetzen zu wollen, allerdings wurde die Ankündigung bisher nicht umgesetzt.

Reaktion auf die japanischen Sanktionen gegen Russland

Die Spannungen zwischen beiden Ländern haben seit der russischen Invasion der Ukraine zugenommen, so wurden die Verhandlungen über einen Friedensvertrag gestoppt und auch die Gespräche über eine mögliche Rückgabe der Inseln wurden abgebrochen.

Leonid Slutsky, Vorsitzender des internationalen Ausschusses der Staatsduma, sagte zu dem Schritt, die Visafreiheit aufzukündigen: „Der Rückzug aus dem Programm für visumfreies Reisen erfolgte als Reaktion auf den illegalen Sanktionsdruck, den die japanische Regierung ausübte und auf ihre Beteiligung an der russophoben Politik des Westens.“

Anzeige
Anzeige