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Sängerin wurde für ihren Einsatz für behinderte Kinder ausgezeichnet

Sängerin und Gründerin von Sozialeinrichtung Mariko Miyagi verstorben

Am Wochenende verstarb die japanische Sängerin Mariko Miyagi, mit bürgerlichem Namen Mariko Honme, im Alter von 93 Jahren. Wie offiziell bestätigt wurde, starb Miyagi am Samstag an den Folgen ihres Lymphdrüsenkrebs in einem Krankenhaus in Tokyo. Bekannt wurde die Sängerin durch den Hit “Gado-shita no Kutsumigaki”, der 1955 veröffentlicht wurde. Weiter war sie ebenfalls als Schauspielerin tätig.

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Allerdings war Miyagi nicht nur für ihre Stimme und ihr Aussehen bekannt, sie hatte ebenfalls ein großes Herz. Sie setzte sich für Kinder mit körperlichen Behinderungen ein und gründete ihre eigene Sozialeinrichtung. Nachdem sie ein Kind mit Zerebralparese gespielt hatte, gründete sie 1968 im heutigen Omaezaki, Shizuoka eine Wohlfahrteinrichtung für behinderte Kinder namens Nemunoki Gakuen. Das Projekt wurde von ihrem bereits verstorbenen Partner und Autor Junnosuke Yoshiyuki unterstützt.

Kaiserpaar besucht Einrichtungen persönlich

1979 eröffnete sie dann die Nemunoki Yogo Gakko, eine Schule für Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Im Mittelpunkt der Schulbildung stand dabei die Entwicklung von künstlerischer Sensibilität in Malerei, Tanz und anderen Bereichen. Unterrichtet wurden Kinder von der Grundschule bis zur Highschool. Die Einrichtungen wurden 1997 nach Kakegawa verlegt und sind nun kollektiv als Nemunoki Mura bekannt.

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Miyagi beeindruckte andere mit ihrer Arbeit so sehr, dass der ehemalige Kaiser Akihito und die ehemalige Kaiserin Michiko 2018 Nemunoki Gakuen besuchten. Schon vorher sorgte das Projekt für Aufsehen. 1974 wurde ein Film über die Kinder in der Einrichtung gedreht, der mehrere Preise erhielt.

Bis zu ihrem Lebensende setzte sich Miyagi für die Inklusion von behinderten Kindern in Japans Gesellschaft ein, die immer noch unter Diskriminierungen leiden müssen. Für ihre Anstrengungen wurde Miyagi 2012 mit dem Orden des Heiligen Schatzes, Goldstrahlen mit Rosette, ausgezeichnet.

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