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HomeNachrichten aus JapanSaga will Japans erste Bahnlinie zu Ehren ihres Architekten teilweise wiederherstellen

Bahndamm soll als wertvolle Erinnerung erhalten bleiben

Saga will Japans erste Bahnlinie zu Ehren ihres Architekten teilweise wiederherstellen

AS: Vor 150 Jahren wurde in Japan die erste Eisenbahn Japans in Betrieb genommen. Ein Wendepunkt in der japanischen Geschichte. Nun soll dieser ersten Eisenbahn, deren Überreste im Zentrum Tokoys bei Ausgrabungen geborgen werden konnten, zu Ehren eines großen Architekten aus der Präfektur Saga wieder Leben eingehaucht werden.

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Shigenobu Okuma (1838-1922) war damals dabei, als die Regierung beschloss, das Schienennetz für die Inbetriebnahme der ersten Eisenbahn des Landes verlegen zu lassen. Er war zu diesem Zeitpunkt gleichzeitig leitender stellvertretender Minister für Volksangelegenheiten und leitender stellvertretender Minister des Finanzministeriums und hatte sich selbst immer stark für die Einführung des Schienenverkehrs eingesetzt.

Ein Damm für die Eisenbahn

Die erste Eisenbahn wurde 1872 zwischen dem Bezirk Shinbashi der Hauptstadt und Yokohama in Betrieb genommen.

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Als großer Befürworter der Eisenbahn setzte sich Okuma stark für den Bau des Takanawa-Damms ein. Auf ihm sollte die Bahn sicher fahren können. Sein Bau begann letztendlich im Jahre 1870 und dauerte zwei Jahre.

Der Damm wurde mit Erde gefüllt und mit großen Steinen befestigt. Er war 2,7 Kilometer lang und lag in einem Gebiet, das im seichten Wasser des Meeres lag. Heute verläuft diese Strecke ungefähr vom Bahnhof Tamachi bis zum Bahnhof Shinagawa entlang der JR Yamanote Line.

Druck von Hiroshige zeigt Bahndamm und Lokomotive
Ukiyo-e-Druck von Utagawa Hiroshige III (1842-1894) zeigt eine Dampflokomotive auf einem Bahndamm in der Nähe des Meeres in Shinagawa, Tokyo Bild: AS
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Die Ruinen des ehemaligen Bahndamms waren erst 2019 gefunden worden. Seither blieb man auf einer nationalen Ebene über ihn im Gespräch.

Der Gouverneur von Saga, Yoshinori Yamaguchi, plant, einen Teil des Takanawa-Damms zu verlegen und wiederaufzubauen, um an die Errungenschaften von Shigenobu Okuma zu erinnern, der seinerzeit so hart für dieses innovative Bauprojekt gekämpft hat.

Ein historisch und gesellschaftlich wertvolles Bauprojekt

Die Zentralregierung hat im September etwa 120 Meter des Takanawa-Damms zu einer nationalen historischen Stätte erklärt, nachdem der Rat für kulturelle Angelegenheiten im Vormonat dem Bildungsminister eine Empfehlung vorgelegt hatte. Insgesamt wurden etwa 800 Meter der Überreste ausgegraben.

Die Präfekturregierung wiederum hat 68,62 Millionen Yen für den Wiederaufbau des Damms mit Originalsteinen, die in Tokyos Minato-Bezirk gefunden wurden, bereitgestellt. Andere artverwandte Projekte sollen ebenfalls mit diesem Geld finanziert werden. Für die andere Hälfte der Kosten kommt der Bund auf.

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Die restlichen Steine sollen auch überwiegend in Museen, Schulen und Universitäten in der Präfektur Saga ausgestellt werden.

„Wir möchten Berichte über Okumas großartige Leistungen und Errungenschaften weitergeben“, sagte Yamaguchi. „Wir wollen auch weiterhin die Fähigkeit haben, Ideen zu entwickeln und Dinge zu erledigen, wie der Mann, der in dieser Zeit so innovative und kreative Arbeit geleistet hat.“

Auch die JR East bleibt weiterhin an dem Projekt beteiligt

Auch die East Japan Railway Co. (JR East), die einen großen Einfluss auf den japanischen Bahnverkehr und seine Weiterentwicklung hat, hat sich entsprechend zu diesen Projekten positioniert.

Sie will den Teil, der nun den Titel einer nationalen historischen Stätte trägt, an Ort und Stelle erhalten. Andere Abschnitte allerdings sollen nach der Anfertigung entsprechender Aufzeichnungen verlegt oder entfernt werden.

Die Präfekturregierung, die die Projekte bis Ende März abschließen will, bespricht ihre Pläne momentan noch mit Beamten des Minato-Bezirks und der JR East.

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