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Billige alkoholische Getränke verkaufen sich immer mehr

Sake verkauft sich in Japan immer schlechter

Sake verkauft sich in Japan immer schlechter und ist der größte Verlierer auf dem Alkoholmarkt des Landes durch die Pandemie.

Andere alkoholische Getränke haben ihre Absatzzahlen weitgehend beibehalten, einige gesteigert. Beim aus Reis gebrauten Getränk sank der Absatz im Vergleich zu 2019 um 10 Prozent.

Menschen greifen lieber zu günstigen alkoholischen Getränken

Grund für den Absatzeinbruch beim Sake ist die Tatsache, dass die Corona-Maßnahmen das Trinken nach der Arbeit verhindern und die Menschen zu Hause lieber zu anderen alkoholischen Getränken greifen.

Laut einer Statistik der Steuerbehörde im Jahr 2020 belief sich das steuerpflichtige Versandvolumen von „Seishu“ (raffinierter Sake) auf 418.554 Hektoliter, 89,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

Andere Spirituosen verzeichneten zwar auch Rückgänge, allerdings nicht so deutlich wie Sake.

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Das steuerpflichtige Versandvolumen von Fruchtwein belief sich zum Beispiel 2020 auf 352.195 Hektoliter, 93,3 Prozent des Vorjahres.

Das Volumen für Spirituosen, zu denen Gin und Rum gehören, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent, während Liköre, die Kategorie, die Chuhai und andere Getränke umfassen, um 7 Prozent zulegten.

Bier sank um 77,4 Prozent, allerdings erfreuen sich Getränke mit Bier immer größerer Beliebtheit in Japan. Diese Kategorie wuchs um 3 Prozent.

Alle alkoholischen Getränke leiden darunter, dass der Verkauf in Restaurants usw. nicht erlaubt ist. Dadurch profitieren relative „billige“ alkoholische Getränke, die man zu Hause konsumiert.

Umsatz von Sake ist in Japan weiter rückläufig

Laut einer Umfrage des Marketingunternehmens Intage Inc. über den Alkoholverkauf in Einzelhandelsgeschäften im Jahr 2020 sind die Verkäufe vieler Getränke dank der Nachfrage zu Hause seit dem letzten Jahr in Japan gestiegen, darunter ein Anstieg von um 3 Prozent bei Wein. Aber der Verkauf von Sake ist um 4 Prozent gesunken.

Laut des Weinproduzenten Mercian Corp. liegt der Anstieg beim Wein daran, dass die Menschen sich etwas „Luxus“ gönnen wollen.

Laut des Unternehmens sind Schaumweine unter 800 Yen (ca. 5,98 Euro) und Getränke zwischen 500 Yen (ca. 3,74 Euro) und 600 Yen (ca. 4,48 Euro) besonders beliebt.

Sake erlebte in den letzten Jahren einen Boom, allerdings nicht in Japan. Das Getränk wird im Ausland immer beliebter, allerdings schaffen die Hersteller es nicht, diese Nachfrage zu decken. Daher arbeitet die japanische Regierung daran, den Export zu steigern.

Anzeichen für ein Sake-Revival

Es gibt allerdings Anzeichen dafür, dass Sake in Japan eine Art Revival erleben könnte, denn die Hersteller experimentieren und das kommt bei jüngeren Kunden gut an.

Takara Shuzo hat zum Beispiel einen Sake mit einem Bananenaroma auf den Markt gebracht, der allerdings ohne künstliche Aromastoffe hergestellt wird.

Dieser Sake wird in 250-Milliliter-Flaschen verkauft und hat sich mittlerweile bei jüngeren Japanern zu einem Hit entwickelt.

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