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Widerstand der Einwohner ist groß

Sapporo ist auf die Olympischen Spiele in Japan nicht vorbereitet

Vor zwei Jahren wurde der Marathon der Olympischen Spiele von Tokyo nach Sapporo verlegt, allerdings ist man dort kurz vor den Spielen nicht auf das Event vorbereitet.

Mit der Verlegung des Marathons wollten die Organisatoren der Spiele die große Sommerhitze in Japans Hauptstadt umgehen. Kritiker sagen allerdings, dass die Entscheidung zu neuen Problemen geführt hat.

Sapporo kämpft mit dem Coronavirus

Sapporo befindet sich aktuell im Ausnahmezustand, zwar sinken die täglichen Neuinfektionen, allerdings ist die Situation in der Präfektur Hokkaido immer noch sehr angespannt.

Vertreter der Stadt sagen, dass sie immer noch keine wichtigen Informationen haben, einschließlich die Anzahl der zu erwartenden Athleten. Außerdem wird der Widerstand der Einwohner immer größer angesichts der Tatsache, dass fast zwei Drittel der Neuinfektionen in ganz Hokkaido aus Sapporo gemeldet werden.

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Die Befürchtung, dass die Menschen, die für den Marathon in die Stadt kommen, das medizinische System, das eh überlastet ist, nur noch mehr belasten, ist unter den Einwohnern und Beamten in Sapporo groß.

Laut des Organisationskomitees der Olympischen Spiele sind etwa 340 Athleten für den Marathon angemeldet, aber die Anzahl der Mitarbeiter und Funktionäre ist nicht bekannt.

Testveranstaltung stimmte Offizielle positiv

Anfang Mai fand in der Stadt ein Halbmarathon als Test für die Spiele statt. Alle Teilnehmer mussten in der Woche vor der Veranstaltung ihre Körpertemperatur protokollieren und Fragebögen zu ihrer Gesundheit beantworten.

Die Organisatoren des Testlaufs rieten den Einwohnern der Stadt davon ab, zuzuschauen und alle Offiziellen mussten Mundschutz und Handschuhe tragen.

Sebastian Coe, Chef des Welt-Leichtathletik-Verbands, gab dem Test gute Noten, Bürgergruppen sehen das allerdings anders.

Bürgergruppen befürchten Zusammenbruch des medizinischen Systems

Mittlerweile haben mehr als ein Dutzend in der Präfektur Hokkaido in dieser Woche eine Petition eingereicht, in der der Gouverneur aufgefordert wird, alle in der Stadt geplanten Veranstaltungen abzusagen.

Auch Gesundheitsexperten warnen davor, dass das Gesundheitssystem in Hokkaido überlastet ist und das Infektionsrisiko durch den Marathon viel zu sehr ansteigt.

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