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HomeNachrichten aus JapanSapporo kämpft mit steigenden Infektionszahlen

Bitte um Ausnahmezustand gestellt

Sapporo kämpft mit steigenden Infektionszahlen

Nicht nur Tokyo kämpft mit steigenden Infektionszahlen, auch Sapporo, die Präfekturhauptstadt von Hokkaido, zählt täglich mehr Neuinfektionen.

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Der Bürgermeister der Stadt, die Austragungsort für die olympischen Fußballspiele und der Laufwettbewerbe ist, fordert die japanische Regierung daher auf, erneut Maßnahmen zu ergreifen. Am Donnerstag traten bereits einige Beschränkungen in Kraft, die auch Auswirkungen auf die olympischen Veranstaltungen haben könnten.

Sapporo kontert Situation mit freiwilligen Beschränkungen

Die Beschränkungen in Sapporo sind allerdings freiwillig und sollen am 22. August auslaufen. Allerdings sind in der vergangenen Woche mehr als 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gezählt worden. Damit sind die Kriterien für die höchste Stufe der Corona-Skala der Regierung erreicht und der Ausnahmezustand müsste nun ausgerufen werden.

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Am Donnerstag wurden 96 Neuinfektionen in der Stadt gemeldet, in ganz Hokkaido waren es 140. Zwar sind die Zahlen relativ gering, aber sie sind die Höchsten, seit der Ausnahmezustand über die Präfektur am 20. Juli aufgehoben wurde.

Da es keine offiziellen Einschränkungen seitens der Regierung mehr gibt, hat Hokkaido vorerst beschlossen, in Sapporo Maßnahmen zu ergreifen, die insbesondere Cluster-Infektionen verhindern sollen. Seit Donnerstag darf in Restaurants nur noch Alkohol an Gruppen bis maximal vier Personen ausgeschenkt werden, allerdings nicht länger als zwei Stunden.

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Darüber hinaus wurden alle öffentliche Einrichtungen in der Stadt geschlossen, mit Ausnahme von Bibliotheken und einem Zoo. Außerdem werden die Bewohner gebeten, keine unnötigen Reisen zu unternehmen und wer außerhalb der Stadt lebt, nicht in die Stadt zu fahren.

Sorge wegen olympischer Veranstaltungen

Da die Infektionszahlen so kurz vor den Olympischen Spielen angestiegen sind, ist die Sorge mittlerweile groß, dass die Veranstaltung dafür sorgen könnte, dass das medizinische System erneut unter Druck geraten könnte, insbesondere in der Hinsicht auf die Delta-Variante. Am Mittwoch waren 30 Prozent der verfügbaren Krankenhausbetten mit Corona-Patienten belegt. Bei den meisten dieser Patienten konnte der Infektionsweg nicht nachvollzogen werden.

Um eine Ausbreitung des Virus während den olympischen Veranstaltungen zu verhindern, plant Sapporo nun, große Teile der Stadt abzusperren. Ob das reicht, bezweifeln aber selbst die Verantwortlichen. Bereits vor einigen Wochen hatten mehrere Bürgergruppen versucht zu erreichen, dass die Veranstaltungen abgesagt werden.

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