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HomeNachrichten aus JapanSapporo Snow Festival eröffnet in einem viel zu warmen Winter

Hohe Kosten durch den Transport von Schnee für das Festival

Sapporo Snow Festival eröffnet in einem viel zu warmen Winter

In Sapporo startete am Dienstag das jährliche Snow Festival und zieht wieder die Menschen in seinen Bann. In diesem Jahr wird die Veranstaltung allerdings von dem Ausbruch des Coronavirus und den hohen Kosten für den Transport des Schnees in einem viel zu warmen Winter überschattet.

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Die Zahl der Besucher des Snow Festival dürfte daher in diesem Jahr deutlich unter den Rekordwert des Vorjahres sinken. Das Festival ist bei chinesischen Touristen sehr beliebt, allerdings hat China ein Verbot von Gruppenreisen ausgesprochen.

Angst vor dem Coronavirus

Außerdem meiden viele Japaner die Veranstaltung aus Angst, sich mit dem Coronavirus anstecken zu können. An den Veranstaltungsorten wurden antiseptische Spender aufgestellt und Schilder in Japanisch, Englisch und Chinesisch fordern die Besucher auf, unter anderem Masken zu tragen, um Infektionen vorzubeugen.

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Die Sapporo Education Board sagte, dass viele der Grundschulen der Stadt beschlossen haben, das Festival in diesem Jahr nicht zu besuchen.

Snow Festival leidet unter viel zu wenig Schnee

Der für die Region ungewöhnlich schwache Schneefall hat dafür gesorgt, dass die Organisatoren große Mengen an Schnee anliefern lassen mussten, damit die rund 200 Eisskulpturen entstehen können.

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Mit bis zu 120 Lastwagen täglich, wurde der Schnee herangeschafft, daher wird damit gerechnet, dass die Transportkosten aus 2019, die 46 Millionen Yen betrugen, weit übertroffen werden.

Zu den ausgestellten Skulpturen gehören Themen wie Upopoy, das National Ainu Museum und der Park, der im April in der Stadt Shiraoi in Hokkaido eröffnet werden soll, sowie Mythen der indigenen ethnischen Minderheit der Ainu.

Auf dem Tsudome-Gelände, einem der drei Veranstaltungsorte des Festivals, war eine 70 Meter lange Schneerutsche zu sehen, allerdings 30 Meter kürzer als sonst, da es an Schnee mangelt.

Kyodo

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