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Schauspielerin plant nach sexueller Belästigung MeToo Gruppe für Schauspieler

Eine japanische Schauspielerin, mit dem Namen Chino, gewann am Freitag die Klage gegen einen Regisseur, der sie sexuell belästigte. Mit dem Geld, das sie erhielt, wird sie eine MeToo-Gruppe für die japanische Unterhaltungsindustrie starten. Chino weiß nämlich, wie weitverbreitet sexuelle Belästigung in der Branche ist.

Chino will mit der Aktion ein Vorbild für andere Opfer sein und sie ermutigen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Reportern sagte sie, dass sie zwar Angst hatte und es hart war, sie sich allerdings durchkämpfe, um Anderen zu helfen. Die Gruppe setzt sich im Allgemeinen gegen sexuelle Belästigungen und Schikanierungen ein. Sie soll Opfern legale Hilfe und Unterstützung bieten.

Chino selbst ist die Leiterin der Theatergruppe “Tremendous Circus” aus Tokyo.
2015 traf sie sich mit dem Regisseur Mikiya Ichihara in einer Karaokebar. Zu diesem Zeitpunkt war Chino noch in der Highschool und minderjährig. Während des Treffens fasste Ichihara sie mehrmals ungefragt an und unterbreitete ihr obszöne Angebote. Als Gegenzug sollte sie eine vielversprechende Rolle erhalten. Chino lehnte ab und floh in Panik.

Viele Frauen erlebten dasselbe wie Chino

2016 wurde Chino auf den Twitterhashtag MeToo aufmerksam, bei dem Frauen weltweit über sexuelle Übergriffe sprachen. Sie schrieb über den Vorfall, worauf sich fünf weitere Frauen meldeten. Sie wurden ebenfalls von Ichihara belästigt. Das Ereignis inspirierte sie zu der geplanten Gruppe.

Nach der Meldung des Vorfalls und dem Einschalten eines Anwalts kämpfte Chino für eine Entschädigung. Ichihara und Chinos Anwalt einigten sich am 17. April auf eine Schadensersatzsumme von mehreren Tausend Euro. In einem Statement entschuldigte sich Ichihara für seine Tat und dass Chino mental, wie auch körperlich unter dem Vorfall litt.

Die MeToo-Bewegung hat es schwer in Japan. Nur wenige Frauen trauen sich über Vorfälle zu sprechen, da viele diesen oft nicht glauben oder die Situation runterspielen. Des Weiteren haben vor allem Täter in hohen Positionen wenig zur fürchten und erhalten kaum Strafen.
So trat kürzlich der Vize-Finanzminister Junichi Fukuda zurück. Ihm werfen zahlreiche Reporterinnen sexuelle Belästigung vor. Er streitet bis heute alles ab und bezeichnet die Vorwürfe als Lügen.

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Kommentare

1 COMMENT

  1. Warum sollte es in Japan auch anders sein? Ansonsten braucht man dazu ja nicht mehr viel schreiben, wurde dank #MeToo ja mehr als oft genug darüber diskutiert und inzwischen alles gesagt.

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