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Home News Schließung von Nissan-Fabrik löst massive Proteste unter Mitarbeitern aus

Anlage in Barcelona mit tausenden Mitarbeitern soll schließen

Schließung von Nissan-Fabrik löst massive Proteste unter Mitarbeitern aus

Dem Autohersteller Nissan geht es zurzeit nicht besonders gut. Aufgrund von Covid-19 sind die Umsätze zurückgegangen und zusätzlich hängt ihnen immer noch der Skandal von Carlos Ghosn nach. Schon im April wurde deswegen ein weltweiter Stellenabbau angekündigt. In Spanien wurde die Drohung wahr gemacht und ein komplettes Werk soll schließen. Das sorgte bei den Mitarbeitern jetzt für starke Proteste.

Am Donnerstag stellte Nissan Motor seinen neuen Vierjahresplan vor, um eine Rationalisierung durchzusetzen. Teil des Plans ist die Fabrik in Barcelona zu schließen, um sich global neu umzustrukturieren. Es wird dabei betont, dass es Verhandlungen zur Schließung mit den entsprechenden Parteien gibt.

Ausschreitungen bei Protesten

Mitarbeiter waren trotzdem wütend wegen der angekündigten Schließung. Am Donnerstag versammelten sich fast 1.000 Angestellte vor den Werkstoren und protestierten gegen die Ankündigung. Die Lage eskalierte dabei relativ schnell. Unter anderem wurden Reifen angezündet und Straßenblockaden errichtet. Ob es zu Festnahmen kam, ist nicht bekannt.

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Laut der Gewerkschaft sind mehrere tausend Arbeitsplätze gefährdet. 3.000 Mitarbeiter wären bei einer Schließung direkt betroffen. Weitere 20.000 werden vermutlich indirekt Auswirkungen spüren. Nissan sprach bisher nicht darüber, wie viele Menschen wahrscheinlich ihren Arbeitsplatz verlieren werden.

Spaniens Außenminister ist enttäuscht

Der spanische Außenminister Arancha Gonzalez Laya selbst bedauert die Entscheidung von Nissan. Laut ihm habe sich die spanische Regierung bemüht, die Fabrik am Laufen zu halten. Mitarbeiter versuchen sie hingegen zu beruhigen. Das spanische Industrieministerium arbeitet mit Katalonien, Barcelona und den Gewerkschaften zusammen, um die Auswirkungen der Schließung abzuschätzen.

NHK

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