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Wetter macht weiterhin Probleme

Schnee verursacht im Norden von Japan tödliche Massenkarambolage

Der Winter hat den Norden und Nordosten von Japan weiterhin fest im Griff. Am Dienstag gab es erneut starke Schneefälle, die für Chaos sorgten. Leider kostete das Wetter dabei auch wieder Menschenleben.

Auf dem Tohoku Expressway in Osaki, Miyagi kam es Dienstagmittag aufgrund des schlechten Wetters zu einer Massenkarambolage mit etwa 50 Fahrzeugen. 17 Personen wurden dabei verletzt, wobei zehn davon ins Krankenhaus mussten.

Zahlreiche Fahrzeuge stecken fest

Bei einem 65 Jahre alten Mann aus Iwate kam jegliche Hilfe zu spät und er verstarb wohl noch vor Ort. Der Unfall führte dazu, dass die Straße gesperrt wurde. Dadurch strandeten 130 Fahrzeuge mit etwa 200 Personen. Es dauerte bis zum Abend, bis die Polizei alle Fahrzeuge von der Straße leiten konnte

Ursache für den Unfall soll laut Polizei ein sogenannter Whiteout sein, bei dem Menschen aufgrund der Reflexionen von dem Schnee die Orientierung verlieren. Zum Zeitpunkt des Unfalls gab es in der Umgebung eine Windgeschwindigkeit von 100 Kilometer pro Stunde, was für Januar ein neuer Rekord ist und das Phänomen befeuert.

Mehr zum Thema:  Heftige Schneefälle in Japan kosten vier Menschen das Leben

Die Regierung richtete als Reaktion auf den Unfall ein Verbindungsbüro beim Krisenmanagementzentrum des Premierministers ein. Es ist nämlich nicht das erste Mal, dass es aufgrund des winterlichen Wetters zum Verkehrschaos kommt.

Schneestürme werden oft unterschätzt

In Akita kam es hingegen zu einem schweren Blizzard mit einer Windgeschwindigkeit von 114 Kilometern pro Stunde und einer Temperatur von minus vier Grad. Der Sturm war dabei so schlimm, dass Menschen das Atmen schwerfiel und sie kaum etwas sehen konnten. Auf den Schnellstraßen kam es immer wieder zu Staus, aber zu keinen größeren Unfällen.

Ein Ende des schlechten Wetters ist noch nicht in Sicht und die Weather Agency warnt die Region vor weiteren Schneestürmen, die den Verkehr weiter stören. Unter anderem sind in Hokkaido, Tohou und Hokuriku vereiste Straßen, Lawinen und Schneeanhäufungen zu erwarten.

Shinkansen werden eingestellt

Für Hokkaido und Hokuriku wird dazu eine Windgeschwindigkeit von bis zu 126 Kilometern pro Stunde erwartet. Tohoku muss mit bis zu 108 Kilometern pro Stunde rechnen. Auch Schneien soll es weiterhin. Hikuriku soll dabei bis Mittwochmorgen bis zu 50 Zentimeter Neuschnee erhalten.

Als Reaktion auf das schlechte Wetter und die Warnungen hat East Japan Railway bereits mehrere Shinkansen in Miyagi, Iwate und Akita eingestellt. Gemeinden rufen zur Vorsicht bei der Beseitigung von Schnee auf

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