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Schokolade aus in Japan gezüchteten Kakaobohnen geplant

Der Geschäftsführer eines Schokoladenunternehmens und ein Landwirt auf der Insel Hahajima haben sich zusammengeschlossen, um Kakaobohnen auf Hahajima zu züchten. Sie planen, ihre Schokolade “Tokyo Cacao” diesen Herbst zu verkaufen.

Der Kakaoanbau ist in Japan ungewöhnlich. Selbst auf Hahajima, das als Teil von Tokyo gilt und ein warmes Klima hat, ist es schwierig, tropische Pflanzen anzubauen. Durch Ausprobieren trägt das Hahajima-Projekt jedoch Früchte und hat nun die Aussicht, genug Ertrag zu liefern, um damit Schokolade auf den Markt zu bringen.

Kakaobohnen aus Japan

Der 71-jährige Bauer Kazuo Orita baut Kakaobäume auf der Insel Hahajima an. Hahajima ist eine der Ogasawara-Inseln rund 1.000 Kilometer südlich des Zentrums von Tokyo. Orita brachte zuvor Zitronen und Mangos auf die Insel und konnte sie dort anbauen.

Er begann im August 2011 mit dem Anbau von Kakao und baut nun in sieben Kunststoff-Treibhäusern rund 500 Kakaobäume an. “Sie sind dieses Jahr gut gewachsen. Also ich bin  sicher, dass man mit diesem Kakao gute Schokolade machen kann, die dem Namen Tokyo gerecht wird”, sagte Orita.

Er begann mit dem Kakaoanbau, nachdem er von Masayuki Hiratsuka, dem Geschäftsführer von Hiratsuka Confectionery Co., beraten wurde.

Hiratsuka (69) ist der Geschäftsführer des 1901 gegründeten traditionsreichen Süßwarenherstellers in dritter Generation. 2003 sah er Kakaobohnen auf dem Ackerland zum ersten Mal während seiner Reise in Ghana. Dann kam er auf die Idee, Schokolade aus in Japan produziertem Kakao herzustellen.

Kakao ist jedoch eine tropische Pflanze und seine Hauptanbaugebiete sind Ghana und Indonesien. “Wenn ich das versuchen würde, würde ich es in Tokyo tun, wo die Markenmacht mit New York, Paris und London vergleichbar ist”, sagte er und erinnerte sich, warum er sich für die Insel Hahajima entschieden hatte.

Hiratsuka begann Informationen über Kakao zu sammeln und 2010 suchte er nach Bauern, die sich für die Idee interessierten und pflanzte mit ihnen Kakaosamen auf der Insel. Die Samen keimten, aber am Ende waren alle verwelkt. Schließlich suchte Hiratsuka nach Unterstützung von Orita, einem führenden Landwirt auf der Insel.

Hiratsuka und Orita haben seitdem gemeinsam an einer Anbau-Methode für Kakao gearbeitet.

Niemals aufgeben – vor allem keine Schokolade

Für über 110 Millionen Yen baute Hiratsuka Kunststoff-Treibhäuser, die starken Winden von 60 Metern pro Sekunde standhalten. Als sie durch Taifune beschädigt wurden, reparierte er sie.

Viele Kakaobäume sind verwelkt. Hiratsuka und Orita lasen Bücher über dieses Thema, konnten aber nicht feststellen, warum, und es gab niemanden, den sie nach dem Kakaoanbau in Japan fragen konnten.

Diese Hindernisse förderten jedoch ihr Engagement für den Kakaoanbau und machten sie entschlossen, die Pflanze auf der Insel anzubauen. Sie besuchten oft Ackerland in Indonesien und lernten Bodenverbesserungen, Düngemittel und Baumpflegemethoden kennen.

Die Ausbeute stieg allmählich an, und im Jahr 2015 stellten sie probeweise Schokolade aus ihrem Kakao her. Die Schokolade galt als “mild und fruchtig”.

Im Jahr 2017 wurden rund 260 Kilogramm Kakao produziert, 2018 dürfte diese Zahl noch steigen. Nachdem sie nun die Aussicht auf eine stabile Kakaoernte haben, haben sie beschlossen, ihre Schokolade ab diesem Herbst als “made in Tokyo” hauptsächlich im Internet zu verkaufen.

“Der kleine Traum eines alten Mannes in einer Schokoladenfirma wird endlich wahr”, sagte Hiratsuka und dachte über den Erfolg der Herausforderung nach, die er nach seinem 50. Lebensjahr annahm.

Quelle: Yomiuri Shimbun

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