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Home News Schrein in Kyoto lässt sich für Anti-Corona-Maßnahme von Ghibli-Film inspirieren

Eine kurze Szene aus dem Anime scheint Realität geworden zu sein

Schrein in Kyoto lässt sich für Anti-Corona-Maßnahme von Ghibli-Film inspirieren

Während der Corona-Pandemie hat sich für die Menschen überall auf der Welt viel verändert. Auch die Japaner müssen einen Weg durch die ungewöhnliche Situation finden. Während Politik und Handel Wege durch die Pandemie finden, sind es auch immer wieder die Schreine und Kultur-Orte, die mit ungewöhnlichen Ideen auf sich Aufmerksam machen.

Auch in Japan steigen die Corona-Zahlen aktuell wieder, sodass Präventivmaßnehmen auf absehbare Zeit zum Alltag gehören. Findige Unternehmen lassen sich allerlei Hilfsmittel einfallen, um einen möglichst kontaktfreien Alltag zu ermöglichen. Von Katzen inspirierte Haken ersetzen die Hände und Abschlussfeiern lassen sich online in speziellen Räumen abhalten.

Pandemie erfordert umdenken

Auch die Unterhaltungsindustrie hat ihre Wege gefunden und bietet jetzt Drive-In Spukhäuser zum kotaktlosen Gruseln an. In Vergnügungsparks besteht aktuell akutes Schrei-Verbot in den Attraktionen und sogar die Gouverneurin von Tokyo kämpft in einem neuen Game gegen Großversammlung von Menschen in ihrer Stadt.

Mehr zum Thema:  Zahl der Corona-Infizierten steigt in Japan weiter an

Auch der Awata-Schrein in Kyoto (Bezirk Higashiyama) musste sich mit der neuen Situation auseinandersetzen. Der historische Schrein wurde 794 auf einem Hügel erbaut, in demselben Jahr wurde Kyoto die Hauptstadt Japans. Während der Edo-Zeit lag das Heiligtum an Beginn der Tokai-do-Straße, einer wichtigen Straße, die Kyoto und Edo (heute Tokyo) miteinander verband.

Wie viele andere Heiligtümer verfügt auch der Schrein in Awata über einen Temizuya, einen kleinen Pavillon mit Brunnen. Besucher des heiligen Ortes kommen hierhin um sich vor dem Betreten des Inneren, mit einer Schöpfkelle die Hände und den Mund zu reinigen. Während besonderen Anlässen wird dieser Pavillon auch immer wieder aufwendig dekoriert, um die Gäste willkommen zu heißen.

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Ghibli im Schrein in Kyoto

Während der aktuellen Corona-Zeit ist ein solches Waschbecken allerdings ist klares Infektionsrisiko. Der Awata-Schrein veröffentlichte ein Bild auf Twitter, indem er darauf hinwies, dass Schöpfkelle und Blumen erst einmal entfernt werden mussten, stattdessen habe man sich entschieden, zeitlich befristete Besucher einzuladen.

Das Oberhaupt des Heiligtums haben sich dazu entschieden, Quietscheentchen dorthin „umzusiedeln“. Wer den Ghibli-Hit „Chihiros Reise ins Zauberland“ kennt, erinnert sich gewiss an eine Szene aus dem Anime, in der man ein ganzes Onsen-Becken voll fröhlicher Götter-Küken sieht. Das Bild verbreitete sich per Twitter wie ein Lauffeuer und viele Menschen versprachen, den Schrein bald zu besuchen, um sich die Tierchen anzusehen.

Küken wie bei Spirited Away in Echt
Szene aus Chihiros Reise ins Zauberland Bild: Studio Ghibli

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