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Schulbetreiber reicht Strafanzeige gegen ehemalige Vorsitzende und eine Reinigungskraft ein

2,1 Milliarden Yen spurlos verschwunden

Der japanische Schulbetreiber Meijo Gakuin wird gegen mehrere Parteien, einschließlich seiner ehemaligen Vorsitzenden und einer ehemaligen Reinigungskraft, Strafanzeige einreichen, die eine Kaution in Höhe von 2,1 Milliarden Yen (ca. 17.7 Millionen Euro) für einen Grundstückskauf hinterzogen haben.

Eine Immobilienfirma zahlte zunächst die Kaution an den Schulbetreiber Meijo Gakuin mit Sitz in Kumatori in Osaka für das von Meijo Gakuin verkaufte Schulgelände. Der gleiche Betrag wurde später über eine Immobilienvermittlungsfirma an ein Beratungsunternehmen überwiesen, das von einem Bekannten der ehemaligen Vorsitzenden von Meijo Gakuin geleitet wurde. Danach wurde der Betrag angeblich auf ein von der ehemaligen Vorsitzenden eingerichtetes Konto überwiesen.

Vorsitzende wegen anderem Betrugsfall zurückgetreten

Die 61-jährige ehemalige Vorsitzende hatte ihren Rücktritt von Meijo Gakuin in einem separaten Fall erklärt, in dem sie angeblich 100 Millionen Yen für den Erwerb von Kryptowährungen unterschlagen hat. Die 100 Millionen Yen stammen aus den Betriebsmitteln der Osaka University of Tourism, die von Meijo Gakuin betrieben wird und ihren Sitz in der gleichen japanischen Stadt hat.

Laut internen Dokumenten hatte der Betreiber der Meijo Gakuin High School in Osakas Abeno Ward geplant, das Schulgebäude durch den Verkauf von etwa der Hälfte des Schulgeländes wieder aufzubauen.

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Am 6. Juli 2017 unterzeichnete der Schulbetreiber einen Vertrag mit einer Immobiliengesellschaft in Osakas Chuo Ward, um rund 7.300 Quadratmeter Land für rund 3,2 Milliarden Yen zu verkaufen. Später am selben Tag vertraute der Betreiber der Immobilienvermittlungsfirma Sun Kikaku in der Stadt Suita eine Kaution von 2,1 Milliarden Yen an, die die Grundstückstransaktion vermittelte.

Quellen berichteten, dass Sun Kikaku das Geld am selben Tag auf ein Bankkonto überwiesen hat, das sich im Besitz der Beratungsfirma befindet, die von der Bekannten der ehemaligen Vorsitzenden geleitet wird. Das Unternehmen hat seinen Sitz in der japanischen Stadt Okayama, obwohl die Konzernzentrale in Tokyo registriert ist.

Keiner weiß, wo das Geld nun genau ist

Der Leiter des Beratungsunternehmens bestätigte, dass die Kaution auf das Bankkonto des Unternehmens überwiesen und dann auf Verlangen der ehemaligen Vorsitzenden auf ein separates Konto weitergeleitet wurde. Der Leiter des Beratungsunternehmens erklärte, dass sich die beiden durch Arbeit kennengelernt hätten.

Der Vertrag zwischen dem Schulbetreiber und Sun Kikaku verbietet die Umleitung von Geldern. Die 2,1 Milliarden Yen Kaution sollten Ausgaben wie den Wiederaufbau des Schulgebäudes decken. Sun Kikaku ist verpflichtet, dem Schulbetreiber am Jahresende einen Kontoauszug vorzulegen – hat dies aber nie getan.

Da der Verbleib der 2,1 Milliarden Yen unbekannt ist, wurden die Wiederaufbaupläne zurückgestellt und der Bau wird derzeit eingestellt.

Der Präsident von Sun Kikaku sagte gegenüber japanischen Zeitungen: „Unser Unternehmen hat die 2,1 Milliarden Yen Kaution. Wir können jederzeit einen Kontoauszug einreichen“, weigerte sich aber, über den Geldtransfer an das Beratungsunternehmen zu sprechen.

Quelle: MA

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